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Biennalen Venedig

Women of Venice

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«Women of Venice»: So lautet der Titel der Ausstellung, die der Schweizer Kurator Philipp Kaiser 2017 an der Kunstbiennale von Venedig zeigen wird. Kaiser will im Schweizer Pavillon nationalstaatliche Identitätskonzepte ebenso wie kulturpolitische Kontexte reflektieren. Gleichzeitig will er die Schau als Hommage an Alberto Giacometti (1901-1966) verstanden wissen. Dessen Relevanz werde, so ist Kaiser überzeugt, in der zeitgenössischen Kunst bislang unterschätzt. Für den Pavillon werden neue spezifische Werke entstehen, die sich mit dem Erbe und Kosmos Alberto Giacomettis auseinandersetzen.

Alberto Giacometti gehört zweifellos zu den einflussreichsten Schweizer Künstlern des 20. Jahrhunderts. Umso mehr erstaunt seine Absenz an der Kunstbiennale von Venedig. Der in Paris wohnhafte Giacometti wurde zwar über Jahre hinweg von der offiziellen Schweiz eingeladen, in Venedig auszustellen. Diese Bemühungen blieben jedoch ohne Erfolg. Der in Borgonovo im Bergell geborene Giacometti verstand sich von frühen Jahren an als internationaler Künstler. Er verweigerte sich konsequent einer nationalen Vereinnahmung. Selbst als sein Bruder, der Architekt Bruno Giacometti, 1952 den neuen Schweizer Pavillon baute, lehnte der Künstler eine Ausstellungseinladung dankend ab und schlug stattdessen einen anderen Künstler vor. 1956 präsentierte er schliesslich im französischen Pavillon die aus Gips gefertigte Figurengruppe «Femme de Venise». Als internationale Anerkennung wurde ihm 1962, wenige Jahre vor seinem Tod, in Venedig schliesslich der Grosse Preis für Skulptur verliehen.

Die 57. Kunstbiennale findet vom 13. Mai bis zum 27. November 2017 statt. Für den Schweizer Auftritt an der Kunstbiennale von Venedig ist die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia verantwortlich. Die Namen der teilnehmenden Künstler werden vor Ende des Jahres 2016 bekannt gegeben.

[Foto © Der neue von Bruno Giacometti erbaute Schweizer Pavillon an der 26. Biennale von Venedig im Jahr 1952. Blick in die Skulpturenhalle mit Werken von Bildhauer Jakob Probst, anstelle von Alberto Giacometti, der die Einladung ablehnte.]