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CROSSROADS

CROSSROADS – die Konferenz

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Die Konferenz fand statt im

Kollegienhaus der Universität Basel
Petersplatz 1 (Aula)
4051 Basel
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Biografien

Referentinnen und Referenten der Konferenz und «conversations»

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Kultur ist ein essenzieller Teil des allgemeinen Wohlbefindens jeder Gemeinschaft und umfasst mehr als die Bewahrung des kulturellen Erbes. Kunstschaffende fungieren als Spiegel, Dolmetscher, Kritiker, Aufklärer, Baumeister und Wegbereiter der Gesellschaft. Ihr Wirken hat das Potenzial, Antworten auf immer zahlreicher und komplexer werdende globale Herausforderungen – ob ökologischer, wirtschaftlicher, politischer oder sozialer Art – zu liefern. Ausgehend von konkreten Beispielen beleuchtete die Konferenz diese wichtige Rolle von Kunst und Kultur sowie die damit einhergehenden Herausforderungen und erörterte, wie Förderinstitutionen auf diese Herausforderungen reagieren können.

Die Konferenz fand auf Englisch statt.

Donnerstag 08.02.2018

08.30 – 09.00
Registrierung & Kaffee

09.00 – 09.50
Eröffnung und Begrüssung

Mit Philippe Bischof (Direktor, Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, Schweiz) / Tatjana von Steiger Weber (Stellvertretende Vize-Direktorin der DEZA, stellvertretende Bereichsleiterin Globale Zusammenarbeit, Schweiz) / Elisio Macamo (Professor für Afrikastudien, Universität Basel, Schweiz) / Rima Mismar (Geschäftsführende Direktorin, Arab Fund for the Arts, Libanon)

10.00 – 11.30
Kulturelle Rechte unter Druck – eine Betrachtung aus Sicht der zeitgenössischen Kunst

Zwar gelten kulturelle Rechte gemeinhin als universelles Menschenrecht, in Bezug auf den Grad ihrer Anerkennung und ihres Schutzes bestehen jedoch grosse regionale Unterschiede. Die Gewährleistung dieser Rechte, zu denen unter anderem der Zugang zu und die Teilnahme an kulturellen Aktivitäten, kulturelle Vielfalt sowie Ausdrucksfreiheit zählen, hat einen direkten Einfluss auf die Welt der zeitgenössischen Kunst. Wie trägt die internationale Förderung zum Schutz der kulturellen Rechte bei und welche Rolle kann sie diesbezüglich in Zukunft spielen?

Moderiert von Celine Yvon (Beraterin Kunst und sozialer Wandel, Schweiz)

Mit Patrice Meyer-Bisch (Koordinator interdisziplinäres Institut für Ethik und Menschenrechte und UNESCO-Lehrstuhl für Menschenrechte und Demokratie, Universität Freiburg, Schweiz ) / Abdullah Al Kafri (Geschäftsführer, Ettijahat – Independent Culture, Libanon) / Folankunle Oshun (Kurator, Nigeria)

12.45 – 14.15
Wie über etwas reden, über das niemand reden will?

Demografische, ethnische, religiöse und sexuelle Minderheiten sehen sich oftmals mit Marginalisierung, Gewalt und Unterdrückung konfrontiert – Themen, die viele zeitgenössische Kunstschaffende in ihren Werken kritisch beleuchten. Unterschiedliche (politische) Rahmenbedingungen erfordern spezifische Strategien und Formate, um entsprechende Inhalte einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Wie sehen diese Strategien aus, und welche Hindernisse stellen sich Kunstschaffenden, die sich solchen Themen widmen?

Moderiert von Sophie Vögele (Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut Art Education, Zürcher Hochschule der Künste ZHdK, Schweiz)

Mit Lineo Segoete (Autorin, Forscherin, Fotografin und Archivarin, Lesotho) / Yvonne Wilhelm (Künstlerin (knowbotiq) und Forscherin am IFCAR, Institute for Contemporary Art Research der Zürcher Hochschule der Künste, Schweiz) / Nina Bandi (Philosophin und Doktorandin, Hochschule Luzern – Design & Kunst, Schweiz) / Mandeep Raikhy (Tänzer und Choreograf, Indien)

14.45 – 16.15
Kultur, Politik und Macht

Kunst und Politik sind eng miteinander verflochten. Kulturschaffende sind oft wichtige kritische Stimmen im politischen Diskurs, rütteln sie doch mit ihren Werken an konformistischen Normen und vorgegebenen Dogmen und stellen durch alternative Perspektiven unsere gewohnten politischen Ansichten und Praktiken infrage.

Moderiert von Federica Martini (Kunsthistorikerin und Kuratorin, Leiterin Bildende Kunst der Walliser Schule für Gestaltung ECAV/Sierre, Schweiz)

Mit Y. S. Alone (Professor der Schule für Kunst und Ästhetik, Jawaharlal Nehru Universität New Delhi, Indien) / Ragheda Andoni (National Program Officer, Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), Schweizerisches Kooperationsbüro Gaza & Westjordanland) / Emma Wolukau-Wanambwa (Künstlerin und Forscherin, Vereinigtes Königreich, Norwegen, Uganda) / Lindsey Doyle (Strategie und Entwicklung, Media + Arts for Peace Initiative, USA) / Adel Abel Wahab (Künstlerischer Leiter, Theater is a Must Festival, Ägypten)

Freitag 09.02.2018

08.30 – 09.00
Registrierung & Kaffee

09.00 – 10.30
Neue Räume für freie Kunst

In Umgebungen, die durch einen gravierenden Mangel an Raum für das Schaffen und Ausstellen künstlerischer Werke geprägt sind oder in denen Institutionen den Zugang dazu auf wenige Auserwählte beschränken, nutzen viele Künstlerinnen und Künstler informelle oder öffentliche Räume zur Präsentation ihrer Arbeiten. Durch diese Einnahme von Raum entstehen oft neue Infrastrukturen, Publika, Netzwerke und Szenen, die über formelle Strukturen hinausgehen.

Moderiert von Rahel Leupin (Doktorandin «Performance Design», Roskilde Universität, Dänemark)

Mit Mantse Aryeequaye (Direktor, Chale Wote Festiva,l Ghana) / Sofiane & Selma Ouissi (Mitbegründerin, Dream City, Tunesien) / Jelili Atiku (Residenzkünstler und Assistenzprofessor am Departement für Afrikastudien der Brown Arts Initiative, Brown University, Providence, USA) / Laza (Direktor, Rencontres du Film Court de Madagasikara, Madagaskar)

11.00 – 12.30
Die digitale Welt – Chancen und Risiken der Kunst im virtuellen Raum

Der digitale – oder virtuelle – Raum hat in den Bereichen Kommunikation, Wissensmanagement und Aufbau von Netzwerken zu grundlegenden Veränderungen geführt und viele neue Möglichkeiten des künstlerischen Schaffens und dessen Verbreitung eröffnet. Wie navigiert man in diesem Raum, und welche Chancen und Risiken sind damit verbunden?

Moderiert von Akshay Pathak (Leitung Pro Helvetia New Delhi, Indien)

Mit Emilie Bujès (Künstlerische Direktorin, Visions du Réel, Nyon, Schweiz) / Achal Prabhala (Autor, Indien) / Jamal Nxedlana (Mitbegründer/Künstlerischer Direktor, Bubblegum Club, Südafrika) / Darija Medic (Projektkoordinatorin Digitale Künste der DiploFoundation, Schweiz)

13.45 – 15.15
Kunst und Entwicklungspolitik: Wie hängen sie zusammen?

Weshalb ist die Unterstützung einer unabhängigen, dynamischen Kunstszene ein lohnendes Ziel der Entwicklungszusammenarbeit? Welches sind die Herausforderungen, und welche Praktiken haben sich bewährt? Wie kann Entwicklungszusammenarbeit zu einem unabhängigen Kultursektor beitragen, und wie lassen sich die entsprechenden politischen Rahmenbedingungen optimieren? Was gilt es bei der internationalen Förderung von Kunstschaffenden zu beachten?

Moderiert von Rahel Leupin (Doktorandin «Performance Design», Roskilde Universität, Dänemark)

Mit Regula Gattiker (Senior Advisor Conflict Transformation, Helvetas, Schweiz) / Anmol Vellani (Gründer, Indian Foundation for the Arts, Indien) / Gertrude Flentge (Programmbeauftragter, Fondation DOEN, Holland) / Romain Darbellay (Chef Internationale Zusammenarbeit, Schweizer Botschaft in Tunesien)

15.45 – 16.15
Abschluss der Konferenz

Mit Christoph Keller (Redaktonsleiter Kultur und Gesellschaft, SRF2, Schweiz)