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Prioritäre Jazzförderung

jazzahead! Bremen, 2016

Projektleitung
Barbara Canepa
Jazz
bcanepa@prohelvetia.ch

Medienauskünfte
Lisa Stadler
Kommunikation
lstadler@prohelvetia.ch

T +41 44 267 71 51

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Fester Einreichungstermin: 1. September

Ausschreibung 2018-2020

Mit einem dreijährigen Förderprogramm unterstützt Pro Helvetia ausgewählte jüngere Schweizer Jazzbands, die bereits eine überregionale Ausstrahlung besitzen, internationale Tourneen absolviert haben und deren Ziel eine Verstärkung ihrer internationalen Präsenz ist. Das Programm beinhaltet Tourneeförderung, Coachingangebote und Promotionshilfen.

Die prioritäre Jazzförderung kam erstmals 2015 zum Einsatz. Seither sind sechs Bands ausgewählt worden, die während jeweils drei Jahren von diesem Förderinstrument profitieren können:

Periode 2017 – 2019
Florian Favre Trio: leichtfüssiger Jazz auf Augenhöhe
Kaos Protokoll: ein genretechnischer Blick über den Tellerrand
Luca Sisera Roofer: Klangcollagen zwischen Komposition und Improvisation

Periode 2016 – 2018
Schnellertollermeier: Experimente entgegen der klassischen Rollenverteilung
The Great Harry Hillman: musische Teamplayer mit unverkennbarer Jazzsprache

Periode 2015 – 2017
Pilgrim: ein Quintett auf musikalischen Entdeckungspfaden

Unter den obenstehenden Reitern finden Sie weitere Informationen zu den unterstützten Bands.

Florian Favre Trio / Kaos Protokoll / Roofer

Florian Favre Trio

Veröffentlichungen

2013 «T’inquiète pas, ça va aller»
2016 «Ur»

Musikalische Demokratie – was auf dem Papier trocken klingt, hört sich live sehr ausgeklügelt an. «Florian Favre Trio» geht mit seinem Konzept der «Gleichberechtigung der Instrumente» neue und unkonventionelle Wege im Jazz. Dass die Mitglieder des Trios sich schon seit ihrer Ausbildung an der Hochschule der Künste Bern kennen, trägt zur Leichtigkeit und Augenhöhe bei, mit der sie sich in ihren Klangwelten begegnen. Seit 2011 verarbeiten Florian Favre (Klavier und Komposition), Manu Hagmann (Bass) und Arthur Hnatek (Schlagzeug) beispielsweise klassische oder elektronische Einflüsse und eröffnen als «Florian Favre Trio» ganz neue Perspektiven für das Jazz-Genre.

Nach «T’inquiète pas, ça va aller» haben sie 2016 mit «Ur» ihr zweites Album veröffentlicht. Ein Werk, das sich auf das Wesentliche konzentriert – auf die Essenz der Musik, wie es Florian Favre beschreibt, aus dessen Feder alle Kompositionen stammen.


Kaos Protokoll

Veröffentlichungen

2012 «quick & dirty»
2015 «Questclamationmarks»

Sie beherrschen den organisierten Wirrwarr: Seit 2010 schwören die Berner Flo Reichle (Schlagzeug), Marc Stucki (Saxophon) und Benedikt Wieland (E-Bass) den konventionellen Stilschubladen ab und mischen als «Kaos Protokoll» die nationale und internationale Jazzszene auf. Dabei ist der Name Programm, denn der genretechnische Blick über den Tellerrand und somit ein unverwechselbarer Stilmix sind für ihr Schaffend bezeichnend. Mit ihrer Mischung aus Jazz, Rock und Punk, manchmal gepaart mit Funkrhythmen und Reggae-Beats, loten sie die Grenzen des Kombinierbaren aus. Nach ihrem ersten Auftritt anlässlich der Jazzwerkstatt Bern veröffentlichen sie 2012 ihr erstes Album «quick & dirty». Dieses legt den Grundstein für ihren selbsternannten «elektronisch infizierten Punk-Jazz». 2015 doppeln sie mit «Questclamationmarks» nach. «Kaos Protokoll» – ein musikalisches Gesamtexperiment, das den klanglichen Ausnahme- zum Normalzustand erhebt.


Luca Sisera Roofer

Veröffentlichungen

Veröffentlichungen:
2015 «Prospect»

Das Debutalbum hört sich an wie ein Reisetagebuch und wurde geschrieben von einem, der sich aufmachte, um die grosse musikalische Welt zu erkunden. Der Bündner Jazzbassist Luca Sisera komponierte die neun Stücke für «Prospect», dem Erstling seines Quintetts «Luca Sisera Roofer», inspiriert von der Überfahrt auf einem Hochseedampfer nach New York. Dass er sich danach eine Weile auf dem Kontinent des Swings umhörte, merkt man dem Album genauso an wie Siseras Vorliebe für das Wechselspiel von Komposition und Improvisation. Für «Luca Sisera Roofer» holte sich Sisera Michael Jaeger (Tenorsaxophon/Klarinette), Silvio Cadotsch (Posaune), Yves Theiler (Klavier) und Michi Stulz (Schlagzeug) ins Boot. Zusammen reiten sie seither auf derselben musikalischen Welle und fordern sich selbst, aber auch ihr Publikum mit ihren anspruchsvollen Klangcollagen heraus.

 

The Great Harry Hillman / Schnellertollermeier

The Great Harry Hillman

Veröffentlichungen

2013 «Livingston»
2015 «Veer Off Course»
2017 «Tilt»

Was hat Hürdenlauf mit Jazz gemeinsam? Die Mitglieder des Quartetts «The Great Harry Hillman» liefern die Antwort auf ihren beiden Alben «Livingston» und «Veer Off Course». Sie springen mit Leichtigkeit zwischen den Genres hin und her, als durchquerten sie ein musikalisches Hürdenfeld – ambitioniert, sportlich und immer geradeaus, dem Olymp entgegen. Ganz im Sinne ihres Namensgebers, des US-amerikanischen Leichtathleten Harry Hillman, der um die Jahrhundertwende drei olympische Medaillen gewann. Im Gegensatz zum Einzelkämpfer Hillmann sind die Bandmitglieder musische Teamplayer. So bringen Nils Fischer (Saxophon und Bassklarinette), David Koch (Gitarre), Samuel Huwyler (Bass) und Dominik Mahnig (Schlagzeug) Einflüsse aus Pop, Jazz und Improvisation zusammen und finden mit gebündelter Energie zu einer unverkennbaren Jazzsprache.


Schnellertollermeier

Veröffentlichungen

2008 «Holz»
2010 «Zorn Einen Ehmer Üttert Stem!!»
2015 «X»

Ein Überflug mit Ansage: Das Trio Schnellertollermeier aus Luzern setzt mit dem dreifachen Komparativ im Namen die Messlatte hoch – und überwinden sie gleich selbst. Die Innerschweizer Musiker Andi Schnellmann (Bass), Manuel Troller (Gitarre und Komposition) und David Meier (Schlagzeug und Komposition) stellen dabei die klassische Rollenverteilung auf den Kopf und sind auch musikalisch experimentierfreudig. Mit ihrer Mischung von Improvisation, brachialem Rock und moderner Komposition überwinden sie jegliche Genregrenzen. Während die Musiker selbst noch mit Komparativen jonglieren, sind viele Kritikerinnen schon zum Superlativ übergegangen. Wer weiss, womit sie uns nach ihrem letzen Album «X» in Zukunft am meisten begeistern werden.

 

Pilgrim

Veröffentlichungen

2011 «Mt. Tongariro»
2014 «Italian Circus Story»
2016 «Big Wheel Live»

Pilgrim definiert das Pilgern neu. Gutes Schuhwerk ist Nebensache, ein grosser Rucksack hingegen essentiell. Denn die Packliste des Quintetts besteht aus einem Saxophon (Christoph Irniger), einem Klavier (Stefan Aeby), einem Bass (Raffaele Bossard), einer Gitarre (Dave Gisler) und einem Schlagzeug (Michi Stulz). Seit 2010 entdeckt die Formation um Bandleader Irniger stets neue musikalische Pfade. Das Ziel der Reise ist die Suche selbst. Begleitet von Spontaneität, Spielfreude und dem grösstmöglichen Freiraum für jedes Bandmitglied kreieren Sie Stücke, die ohne Regeln auskommen und das musikalische Erlebnis ins Zentrum rücken. Die Bühne wird dabei zur Spielwiese und zu einem fernen Ort, den es zu entdecken – oder eben zu bereisen – gilt.

 

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