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Quadriennale Prag

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Die Prager Quadriennale (Quadrennial of Performance Design and Space) ist die weltweit wichtigste Plattform für Szenografie. Seit ihrer Gründung 1967 widmet sie sich alle vier Jahre dem Thema der Szenografie als Feld des Zusammenwirkens verschiedener Disziplinen, wie der performativen und visuellen Künste oder auch der Architektur.

Kernstück der Quadriennale ist die Sektion «Exhibition of Countries and Regions». Die bunte Ausstellung bietet Künstlerinnen und Künstlern aus über 60 Ländern eine einzigartige Gelegenheit, neue Formen der Szenografie zu präsentieren. Der Schweizer Beitrag wird von Pro Helvetia verantwortet.

(Abbildung oben: Der Schweizer Rhonegletscher soll durch Abdecken mit weissen Tüchern vor dem Abschmelzen bewahrt werden. Inspirationsbild zum Schweizer Beitrag an der Prager Quadriennale 2019 «Artificial Arcadia: measured and adjustable(?) landscapes» von Fragmentin und KOSMOS Architects, © Stefan Schlumpf, Serie «Hidden Landscapes» (Basis); KOSMOS Architects (Postproduktion))

Offizielle Website der Prager Quadriennale

pq.cz

Swiss Contributions at the Prague Quadrennial 2019

Broschüre zum Herunterladen (Englisch)

Für die vierzehnte Ausgabe der Prager Quadriennale (Quadriennial of Performance Design and Space), PQ 2019, die vom 6. bis 16. Juni 2019 stattfindet und unter dem Thema «Imagination, Transformation and Memory» steht, hat Pro Helvetia einen Wettbewerb organisiert. Die daraus hervorgegangenen Sieger, das Künstler- und Architektenteam Fragmentin und KOSMOS, wurden mit der Realisierung des Projekts «Artificial Arcadia: measured and adjustable(?) landscapes» beauftragt.

Schweizer Beiträge sind an den folgenden Ausstellungen zu sehen: «Exhibition of Countries and Regions» (Hauptausstellung), «Student Exhibition», «Fragments»

Über das Künstler- und Architektenteam

Fragmentin (Lausanne)

Fragmentin ist ein Kunststudio, das 2014 gegründet wurde und dem Laura Perrenoud, Marc Dubois und David Colombini, drei Absolventen der Ecole Cantonale d’Art de Lausanne (ECAL), angehören. Ihre performativen Installationen erkunden die Grenze zwischen dem Digitalen und dem Materiellen und fragen nach den Auswirkungen von Technologien auf unseren Alltag – vor allem das Sichberufen auf Ersteres zur Vorwegnahme und Steuerung des Letzteren.

KOSMOS Architects (Genf)

KOSMOS wurde von Artem Kitaev und Leonid Slonimskiy gegründet und ist ein virtuelles Architekturbüro, das mit Projekten unterschiedlicher Grösse und Typologie – von Kunstinstallationen und pavillons über Flughäfen bis hin zu Masterplänen – arbeitet. Von ihnen realisierte Projekte finden sich in Moskau, der Schweiz, Bangkok und New York. Zudem unterrichtet KOSMOS Innenarchitektur an der HEAD Genève (Haute école d’art et de design).

Länderbeitrag der Schweiz

 

Titel: «Artificial Arcadia: measured and adjustable(?) landscapes»
Gestaltung und Realisierung: Fragmentin und KOSMOS Architects
Auftraggeber: Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia

«Artificial Arcadia: measured and adjustable(?) landscapes» präsentiert eine performative szenografische Landschaft: eine soziale und dynamische räumliche Plattform, die das Publikum zu einer Reise einlädt und thematisiert, wie die Schweizer Landschaft mit natürlichen, künstlichen und digitalen Räumen verwoben ist. Die Raumgestaltung ist von der Ästhetik der Schweizer Infrastruktur inspiriert – namentlich von den Bauprofilen, die zur Visualisierung und Diskussion geplanter Bauvorhaben dienen.

Die vollständige Digitalisierung der Szenerie, die in Echtzeit auf eine hängende Projektionsfläche übertragen wird, dient als metaphorisches Mittel, um das Bewusstsein für die – bisweilen unbemerkten – Effekte und Veränderungen zu schärfen, die Mensch und Infrastruktur in natürlichen Umgebungen bewirken können.

Performances von Camille Alena

Diese performative szenografische Landschaft ist als Plattform zur Präsentation verschiedener spezifischer Performances der Künstlerin Camille Alena konzipiert. Die Künstlerin wird an einem tagebuchartigen Stück arbeiten, das sich während der Dauer der Quadriennale ständig weiterentwickelt und innerhalb der von Fragmentin und KOSMOS Architects entworfenen, interaktiven Struktur wächst.

Camille Alena ist eine Schweizer Künstlerin. Sie hat ihre Ausbildung in bildender Kunst am Royal College of Art in London mit einem Master of Arts abgeschlossen. Durch ihre Tätigkeit ist sie es gewohnt, Menschen für eine Idee zu gewinnen und Projekte zu realisieren, die lokalen Traditionen oder Gemeinschaften entspringen.

Weitere Schweizer Beiträge an der PQ 2019

  • Im Rahmen der «Student Exhibition»: Ein Projekt von Szenographie- und Theaterpädagogik-Studierenden des Departements für Darstellende Künste der Zürcher Hochschule der Künste (ZHDK) unter der Leitung von Manuel Fabritz (Szenographie) und Prof. Dr. Mira Sack (Theaterpädagogik);
  • Im Rahmen der Ausstellung «Fragments»: «Unusual Weather Phenomena Machine» von Thom Luz.

Weitere Informationen

Programm SharedSpace DE/FR

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Unsere Partner der Ausgabe 2015

Festival Antigel, Genf
trans4mator, Zürich
Haus für Kunst Uri
Prague Quadriennial
Europäische Union

Die 13. Ausgabe der «Prague Quadrennial of Performance Design and Space», die 2015 stattfand, lockte über 180 000 Besucher an. Der Schweizer Beitrag wurde im Auftrag von Pro Helvetia von vier Persönlichkeiten der Schweizer Kulturszene konzipiert und kuratiert: Eric Linder (Musiker und Kurator des Festivals Antigel), Markus Lüscher (Architekt Park Zürich), Imanuel Schipper (Dramaturg und Kulturwissenschaftler) und Barbara Zürcher (Kuratorin des Haus für Kunst Uri).

Übergreifendes Thema der 68 Länderbeiträge war der geteilte Raum («SharedSpace»), also der öffentliche Raum und seine Um- und Zwischennutzung. Der Schweizer Beitrag trug den Titel «Under the Tail of the Horse» und gliederte sich in drei Teile:

  • Auf dem Wenzelsplatz sorgte die mehrere Hundert Meter lange Installation «Wenceslas Line» von Markus Lüscher und Erik Steinbrecher für einen spektakulären Perspektivenwechsel und ermöglichte so eine neue Wahrnehmung dieses geschichtsträchtigen Orts im Prager Stadtzentrum. ;
  • An der von Eric Linder kreierten Konzert-Performance «Podoli Wave» im Schwimmstadion Podolí sorgten die beiden Bands Sunfast und OY für ein einzigartiges Raumerlebnis.
  • Im Palais Clam-Gallas, einem der neuralgischen Zentren der Quadriennale, zeigte «Reception» Fotoarbeiten von Iren Stehli und Rishabh Kaul.
Budget580'000 CHF
Zeitraum2013-2016

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