Unsere Büros und Partner weltweit

Architekturbiennale 2020: Wahl des Schweizer Beitrags

Die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia beauftragt das Architektenteam Mounir Ayoub und Vanessa Lacaille vom Genfer Laboratoire d’architecture sowie Fabrice Aragno und Pierre Szczepski  mit der Realisierung des Schweizer Pavillons an der Architekturbiennale 2020 in Venedig. Ihr Projekt wurde aus 51 Bewerbungen ausgewählt. Es befasst sich mit der räumlichen Wahrnehmung der Schweizer Grenze. 

Die Architekturbiennale gilt weltweit als eine der wichtigsten Plattformen für Architektur und Städtebau. Im Hinblick auf die 17. Ausgabe, welche im Mai 2020 eröffnet wird, hat die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia zum zweiten Mal einen Wettbewerb lanciert.

Von den 51 eingegangenen Bewerbungen wurden sieben Teams eingeladen, ihr Projekt vorzustellen. Fünf Projekte wurden für die zweite Runde ausgewählt. Auf einstimmige Empfehlung der von Pro Helvetia eingesetzten Biennale-Jury erhalten Mounir Ayoub und Vanessa Lacaille vom Laboratoire d’architecture in Genf sowie Fabrice Aragno und Pierre Szczepski den Auftrag zur Realisierung des Schweizer Pavillons.

Das Projekt
Das im politischen Kontext äusserst aktuelle Thema «Grenze» wird vom Siegerteam als räumliches Phänomen untersucht. Es stellt die Frage nach der konkreten Wahrnehmung der Schweizer Grenze durch die Menschen, die an ihr und in ihrer Nähe leben. Welche räumliche und physische Dimension nimmt eine Grenze ein? Wie unterschiedlich nehmen wir sie wahr? Welche Beziehung haben wir zu ihr? Um Antworten darauf zu finden wird die Einwohnerschaft aus dem Einzugsbereich der Schweizer Grenze partizipativ in das Projekt einbezogen. Aus diesen Recherchen wird das Team für den Schweizer Pavillon in Venedig eine Ausstellung entwickeln, welche konkret von der Schweizer Landesgrenze erzählt, das Thema «Grenze» aber in seiner Allgemeingültigkeit zur Diskussion stellt.

Das Projektteam 
Mounir Ayoub, Architekt und Journalist, Vanessa Lacaille, Architektin und Landschaftsarchitektin arbeiten zusammen im Laboratoire d’architecture in Genf, Fabrice Aragno ist Regisseur, Produzent und Cutter, Pierre Szczepski ist Künstler, Bildhauer und Modellbauer. Das Team vereint Architektur- und Landschaftsexperimente, Gebietsforschung und redaktionelle Tätigkeiten.

Die Jury
Zur Jury gehören Céline Guibat (Jurypräsidentin, Architektin EPFL, SIA, Zürich, Sitten), Anna Hohler (Architekturkritikerin, UNIL, SIA, Lausanne), Verena Konrad (Architekturkuratorin, Vorarlberg, Österreich), Lukas Meyer (Architekt ETH, FAS, Bellinzona) und Rob Wilson (Architekturredakteur, The architects’ journal, London, UK).

Alle 51 Projektvorschläge sowie die Juryberichte können ab anfangs April unter folgendem Link eingesehen werden: www.biennials.ch.

Mehr Informationen zu den Schweizer Auftritten an den Biennalen von Venedig: www.biennials.ch

Auskünfte 
Lisa Stadler
Pro Helvetia, Kommunikation
+41 44 267 71 51, lstadler@prohelvetia.ch

Medienmitteilung der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, 28.03.2019