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Die NEAT erzählen: Pro Helvetia startet Literaturprojekt zum Tunnelbau an Gotthard und Lötschberg


Publiziert am: 30.08.2005

Am 10. September startet in Leuk/VS eine Lesereise zum Thema NEAT: Lavinia Greenlaw (GB), Daniel de Roulet (CH), Martin Mosebach (D) und Felicitas Hoppe (D) haben im Rahmen des Literaturprojekts via litterale Texte zum Jahrhundert-Bauwerk geschrieben. via litterale ist der Literaturschwerpunkt des mehrjährigen Kulturprogramms Gallerie 57/34.6 km, mit dem die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia den NEAT-Bau begleitet. Fünf Teilprojekte beleuchten bis 2006 das Thema «Mobilität» aus literarischer Sicht. Veranstaltet werden sie vom Verein «p&s – netzwerk kultur».

Die Literatur erzählt seit alters her von den grossen Dingen, die die Menschen beschäftigen und faszinieren. Dazu gehört die Überwindung der Alpen. Mit der NEAT (Neue Eisenbahn-Alpentransversale) wird am Gotthard und am Lötschberg derzeit ein Jahrhundertbauwerk realisiert. Im Rahmen des Literaturprojekts via litterale beleuchten Schriftstellerinnen und Schriftsteller die menschlichen Dimensionen dieser technischen Meisterleistung. Den Auftakt bildet am 10. September 2005 eine Lesung anlässlich der Verleihung des «Spycher: Literaturpreises 2005» in Leuk/VS. Die Preisträgerinnen und Preisträger Lavinia Greenlaw (GB), Daniel de Roulet (CH), Martin Mosebach (D) und Felicitas Hoppe (D) lesen Texte, die sie zum Thema NEAT verfasst haben.

via litterale – fünf Projekte zum Thema Literatur und Mobilität

Im Rahmen von via litterale veranstaltet der Verein «p&s – netzwerk kultur» auf Einladung von Pro Helvetia bis 2006 fünf Literaturprojekte:

Alpentransversalen – die Lesereise zum Thema NEAT

Connecting Europe – die Debatten zum Thema Übersetzen

Der Tunnel – die Installation zum Thema

Anruf genügt – der Geschichten Home Delivery Service

via litterale – die literarische Begegnung am Gotthard Nordportal

Mit Übersetzungen den kulturellen Zusammenhalt stärken

Übersetzungen machen es möglich, dass literarische Werke über Sprachräume und Grenzen hinweg gelesen werden können. Sie überwinden damit auch kulturelle Grenzen und tragen dazu bei, den Zusammenhalt der Schweiz zu stärken. Der Titel der Debattenreihe zum Thema Übersetzen lautet «Connecting Europe» und verweist auf die Bedeutung des literarischen Übersetzens für ein Europa, welches auf kulturelle Vielfalt baut. Die Reihe hat diesen Frühling mit der Debatte «Übersetzen in der Schweiz» (mit Egon Ammann, Erica Benz, Marion Graf, Yla von Dach, moderiert von Charles Clerc) an der BuchBasel begonnen. Sie findet ihre Fortsetzung mit der Diskussionsveranstaltung «Utopie Mehrsprachigkeit» am 15. September 2005 im Volkshaus in Biel. Geplant sind weitere Debatten und zwei Workshops in der Romandie und im Tessin.

Anruf genügt: Der Geschichten Home Delivery Service

Ab Juni 2006 wird der Geschichten Home Delivery Service eingerichtet sein: Geschichtenkuriere stehen auf Abruf bereit, um Alpensagen in die guten Stuben zu tragen. Schauspielerinnen und Schauspieler berichten auf dem Sofa der Literaturinteressierten von Erlebnissen aus früheren Zeiten und von aktuellen Ereignissen vor Ort. Dies können längere oder kürzere Texte sein, Prosa oder Lyrik.

Der Höhepunkt im Juni 2006

Im Juni 2006 findet als Höhepunkt von via litterale in Altdorf und Erstfeld eine Veranstaltung statt, die die verschiedenen Teilprojekte zusammenfasst. Sie trägt den Titel «via litterale – die literarische Begegnung am Gotthard Nordportal» und richtet sich an ein breites Publikum. Der Anlass in Erstfeld wird gemeinsam mit der Alptransit AG durchgeführt, die über den Stand der NEAT-Arbeiten informieren wird. In Altdorf wird am Abend der literarische Teil über die Bühne gehen. Es ist gleichzeitig die Eröffnungsveranstaltung für den Geschichten Home Delivery Service und die Vernissage zur Installation «Der Tunnel». Vorgestellt wird ausserdem die Sondernummer des SBB-Magazins Via, in der Texte veröffentlicht werden, die im Rahmen von via litterale entstanden sind.

Aktualisierte Informationen zu via litterale sind jederzeit erhältlich unter:

www.pro-helvetia.ch/vialitterale

Gallerie 57/34.6 km – via litterale

An Gotthard und Lötschberg wird derzeit ein Jahrhundertbauwerk realisiert – die NEAT. Der weltweit längste Eisenbahntunnel am Gotthard (57 km, gebaut bis 2014) und der Lötschbergtunnel (34.6 km, gebaut bis 2007) verbinden die Schweiz dereinst mit dem europäischen Hochgeschwindigkeitsnetz. Die beiden Grossbaustellen sind mehr als bauliche Entwürfe. Sie verändern die Landschaft, erhöhen die Mobilität und bewegen den Alltag.

Mit dem Programm Gallerie 57/34.6 km begleitet die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia seit 2001 den NEAT-Bau. Es bietet eine Plattform für künstlerische und kulturelle Projekte, die den gesellschaftlichen Wandel, der mit diesem Bauwerk verbunden ist, für breite Bevölkerungskreise sichtbar macht. via litterale ist der Literaturschwerpunkt des Programms, mit dem in den Jahren 2005 und 2006 Veranstaltungen zum Thema «Literatur und Mobilität» durchgeführt werden. Organisiert wird via litterale vom Verein «p&s – netzwerk kultur».