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Ein Novum in der Schweizer Förderpolitik: Kooperative Fördervereinbarungen für Tanzkompanien

Publiziert am: 04.07.2006

Städte, Kantone und die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia haben mit den Kooperativen Fördervereinbarungen für Tanzkompanien erstmals ein gemeinsames Förderinstrument entwickelt. Mit dreijährigen Verträgen wollen die Subventionsgeber die Arbeitsbedingungen von Tanzkompanien nachhaltig verbessern. Anwärter für eine kooperative Fördervereinbarung sind sowohl etablierte Kompanien als auch jüngere Gruppen mit grossem Entwicklungspotenzial, die so genannten «Compagnies Montantes».

Die kooperativen Fördervereinbarungen erlauben es den Gruppen, kontinuierlich zu arbeiten, professionellere Betriebsstrukturen zu schaffen und so auch ihre internationale Konkurrenzfähigkeit zu steigern. Die Kompanien sind vom ständigen Produktionszwang befreit, da sie während der dreijährigen Förderphase lediglich auf zwei Produktionen verpflichtet sind. Damit können sie sich verstärkt der Verbreitung und Aufführung ihrer Werke widmen. Zusätzlich verringert sich der administrative Aufwand, die Planungssicherheit steigt, und es bleibt mehr Zeit für Recherchen. Auch die Flexibilität für kurzfristige Tourneen und Gastspiele ist erhöht. Ein Anspruch auf die Verlängerung des Vertrages nach Ablauf der ersten drei Jahre besteht nicht, aber auch eine maximale Dauer ist nicht festgelegt.

Mit den Kooperativen Fördervereinbarungen bekunden die Subventionsgeber ihr Vertrauen in die künstlerische und organisatorische Qualität der jeweiligen Compagnie und ermöglichen ihr, ihre Arbeit langfristig zu planen und umzusetzen, und dies zu professionellen Bedingungen für alle Beteiligten.

Die kooperativen Fördervereinbarungen sind eines der Resultate des «Projekts Tanz», einer gemeinsamen Initiative von Städten, Kantonen, Pro Helvetia, Bundesamt für Kultur und Vertretern der Tanzszene zur Erarbeitung eines umfassenden Konzepts zur Förderung des Tanzes in der Schweiz.

2006 wurde mit folgenden Gruppen eine Fördervereinbarung abgeschlossen:
Cathy Sharp Dance Ensemble (Basel-Landschaft/Basel-Stadt), Cie Alias (Genf), Cie DaMotus! (Freiburg), Cie Drift (Zürich), Cie Fabienne Berger (Freiburg), Flamencos en route (Aargau/Baden), Gisela Rocha Company (Zürich), Simone Aughterlony/MakeArtWork (Zürich).

Ausgewählt für 2007 sind folgende Compagnien:
annahuber.compagnie. (Bern), Cie. Buissonnière (Waadt/Lausanne), Cie. Linga (Waadt/Pully), Cie. Philippe Saire (Waadt/Lausanne), Foofwa d’Imobilité/Neopostist Ahrrrt (Genf), Gilles Jobin/Parano Fondation (Genf), Katharina Vogel (Bern/Biel).

Medienauskünfte: Andrew Holland, Leiter Tanz Pro Helvetia
Tel 044 267 71 17, aholland@prohelvetia.ch

Medienmitteilung der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, der Kantone Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Bern, Freiburg, Genf, Waadt und Zürich sowie der Städte Baden, Basel, Bern, Biel, Freiburg, Genf, Lausanne, Pully und Zürich, 4. Juli 2006