Unsere Büros und Partner weltweit

Allgemein

Flexible Zusammenarbeit mit der Westschweiz

Publiziert am: 07.02.2007

In Zeiten des Spardrucks haben flexible Formen der Zusammenarbeit Erfolg. Die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia verstärkt deshalb die direkte Zusammenarbeit mit lokalen Partnern in der Westschweiz. Dafür verzichtet sie ab Juli 2007 auf die Niederlassung in der Maison du Baron in Carouge. Der Kanton Genf hat Verständnis für diesen Entscheid und ist bereit, auf neue Formen der Zusammenarbeit einzugehen.

Das Jahresbudget von Pro Helvetia ist seit 2003 um drei Millionen Franken geschrumpft. Seit Sommer 2004 versucht die Stiftung, diesen Rückgang mit Sparmassnahmen aufzufangen. Im Sinne der Effizienzsteigerung bei gleichzeitigem Personalabbau bündelte sie ihre Aufgaben stärker am Hauptsitz in Zürich. Anstelle kostspieliger Strukturen setzte die Stiftung auch in der Westschweiz auf die Zusammenarbeit mit Partnern. Erfolgreiche Beispiele dafür sind die «Journées de la danse contemporaine suisse 2006» in Genf und Lausanne, das Festival «Renens Capitale Culturelle» im vergangenen Herbst oder das eben lancierte Austauschprogramm «La belle voisine» mit der französischen Region Rhône-Alpes.

Bessere Information in der Westschweiz

Pro Helvetia unterhielt seit 1992 ein eigenes Büro in Carouge, mit dem Ziel, die Westschweiz besser zu informieren. Mit dem Verzicht auf das Büro setzt die Stiftung nun auf ein neues Konzept. Neben dem kontinuierlichen Ausbau mehrsprachiger Informationsmittel verstärkt sie die Zusammenarbeit mit der Konferenz kantonalen Kulturbeauftragten der Westschweiz (CDAC), dem Comité Régional Franco-Genevois (CRFG) sowie dem «Bureau culturel» in Genf. Sie beteiligt sich an Informations-veranstaltungen zu Förderfragen und an öffentlichen Debatten zu kulturpolitischen Themen. Weitere aktuelle Projekte, die zum Ausbau des Netzwerkes von Pro Helvetia in der Romandie beitragen, sind der Schweizer Start von «La belle voisine» in der Comédie in Genf (20. Februar), das Chortreffen «Kaléidoschoral» in La Tour-de-Trême (3. März), ein Verlegertreffen am «Salon international du livre et de la presse» in Genf (2. Mai), das Festival «jazz onze+» in Lausanne (Oktober 2007) oder die kooperativen Tanzverträge mit Westschweizer Tanzcompagnien wie Alias (GE) oder Fabienne Berger (FR).

Der Kanton Genf teilt die Einschätzung

Der Kanton Genf, der Pro Helvetia die «Maison du Baron» zur Verfügung gestellt hatte, zeigt Verständnis für den Entscheid der Stiftung. Der Regierungsrat unterstützt den Wechsel von Pro Helvetia zu einer projektorientierten Zusammenarbeit und langfristiger Koordination. Er anerkennt, dass die Stiftung heute ein dichtes Netz von Kontakten in der ganzen Westschweiz pflegt.

Medienauskünfte: Sabina Schwarzenbach, Leiterin Kommunikation
Tel. +41 44 267 71 39, Fax +41 44 267 71 06, sschwarzenbach@prohelvetia.ch

Medienmitteilung der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, 7. Februar 2007