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Neues Fördermodell für interaktive Medien: Vom Konzept zur Marktlancierung

Die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia hat ein neues Fördermodell entwickelt, mit dem sie erstmals 23 Game-, VR- oder andere Projekte aus dem Bereich interaktive Medien unterstützt. Gesucht waren innovative Vorhaben, die eine Brücke zwischen Kreativität, Technologie und Markt schlagen. Nach der ersten Ausschreibung zeigte sich die internationale Jury beeindruckt von der Qualität und Vielfalt der insgesamt 103 eingereichten Projekte.

Das neue Fördermodell für interaktive Medien stiess auf breites Interesse: Von Pixel-Art bis hin zum handgezeichneten Game für Plattformen wie Mobile, PC, Konsole oder Virtual Reality wurden insgesamt 103 Projekte eingereicht. Mit Abenteuerspielen, geometrischen Puzzles oder Reisen durch futuristische Welten sind auch die Genres überaus vielfältig. Was die internationale Jury bei der Beurteilung der Projekte besonders beeindruckte, war die hohe Qualität des Schweizer Schaffens: «Auf der Suche nach dem nächsten Welthit in Sachen Spieleerfahrung werde ich die Schweizer Independent-Szene genau im Auge behalten», bilanziert Jurymitglied Erin Reynolds, Kreativdirektorin des renommierten Game-Studios Flying Mollusk in Los Angeles.

Den Graben zwischen Kreation und Markt schliessen
Ausgewählt wurden 23 Projekte, die auf verschiedenen Stufen der Wertschöpfungskette unterstützt werden: In der Konzeptphase, bei der Entwicklung eines Prototyps, bei der Produktion oder beim Vertrieb. Die gesamte Fördersumme beträgt CHF 400’000.-. Zum neuen Fördermodell gehören auch Coaching- und Mentoring-Massnahmen sowie die Möglichkeit von Auftritten an nationalen und internationalen Messen und Festivals. Damit will die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia dazu beitragen, den Graben zwischen Kreation und Etablierung am Markt zu schliessen. «Die Schweizer Game-Designer-Szene ist ebenso jung wie vielversprechend und benötigt Unterstützung, um ihr Potenzial voll entfalten zu können», sagt Jurymitglied Jason della Rocca, Mitbegründer der Execution Labs in Montreal, das Start-Ups im Gamebereich berät.

Das neue Fördermodell gehört zum Schwerpunkt «Kultur und Wirtschaft: Design und interaktive Medien», mit dem die Bundesversammlung Pro Helvetia in der Kulturbotschaft 2016-2020 beauftragt hat. Der Schwerpunkt richtet sich nicht nur an Kreative aus dem Bereich interaktive Medien, sondern auch an Designerinnen und Designer.

Die internationale Jury
Einsitz in der Jury der Sparte interaktive Medien hatten: Marie Blondiaux, Produzentin bei der Produktionsfirma Red Corner (Frankreich); Marc Bodmer, Journalist und Dozent für Medienkompetenz (Schweiz); Tobias Kopka, künstlerischer Leiter des Ludicious – Zurich Game Festival (Schweiz/Deutschland); Erin Reynolds, Kreativdirektorin des Game-Studios Flying Mollusk (USA); Jason della Rocca, Mitbegründer des Consulting-Unternehmens Execution Lab (Kanada); Pascal Sieber, Präsident der Unternehmensberatung Sieber&Partners (Schweiz); Erinrose Sullivan, digital Marketing-Expertin (Schweiz/USA).

Folgende 23 Projekte werden gefördert:

Konzeptbeitrag:

  • Tabea Iseli, «AVA» (Zürich)
  • Robbert van Rodden, «The Journey of Europe» (Zürich)
  • AR Flowers, «AR Flowers»(Zürich)
  • Xavier Heimgartner, «Scrap Bots» (Hinwil ZH)
  • RMDD GmbH, «Foolhardy Company» (Zürich)
  • Quentin Lannes, «Far-Fetched» (Genève)
  • Maria Guta, «iMultiply» (Neuchâtel)

Beitrag an die Entwicklung eines Prototypen:

  • Max Striebel, «Retimed» (Ramlinsburg BL)
  • Philippe Kuhn, «Stop, Ampeltime!» (Herrenschwanden BE)
  • Hidden Fields GmbH, «Mundaun» (Luzern)
  • Martina Hotz, «Letters» (Wermatswil ZH)
  • Koboldgames GmbH, «Baba Yuga» (Brugg)
  • Jessica Friedling, «DarkLight» (Genève)
  • David Roulin, «Colorful Darkness» (Lausanne)

Produktionsbeiträge:

  • Okomotive GmbH, «FAR: Lone Sails» (Zürich)
  • Stray Fawn Studio, «Nimbatus – The Space Drone Constructor» (Zürich)
  • Jérémy Cuany, «Don’t Kill Her» (Fribourg)

Beiträge an Vertrieb oder Projekterweiterung:

  • Ink Kit, «DERU – The Art of Cooperation»(Zürich)
  • Melodie Mousset, «HanaHana 花華» (Zürich)
  • Struckd AG, «Build Your Game» (Zürich)
  • David Stark, «Airships: Conquer the Skies» (Zürich)
  • Team KwaKwa, «Splash Blast Panic» (Chavannes-près-Renens VD)
  • Tourmaline, «Oniri Islands (Part 1)» (Genève)

Ein Presskit mit der Beschreibung von fünf ausgewählten Spielen, Links zu Trailern und Bildmaterial finden Sie unter folgendem Link: https://datatransfer.prohelvetia.ch/#/public/shares-downloads/DOirIJ8fup3JazFiI9CXM6PAiThEXPhl

Medienauskünfte:
Lisa Stadler, Kommunikation
lstadler@prohelvetia.ch; +41 44 267 71 51

Medienmitteilung der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, 26.10.2017