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Internationale Verlage bringen neun Schweizer Buchreihen heraus

 

Damit Schweizer Autorinnen und Autoren über ihre Sprachregion hinaus gelesen werden, braucht es Übersetzungen. Hier setzt der Schwerpunkt «Moving Words» der Kulturstiftung Pro Helvetia an. Eine Zwischenbilanz dieses Förderinstruments zeigt: Rund um den Globus erscheinen neun Buchreihen mit Schweizer Belletristik. Aber auch hiesige Verlage haben verstärkt übersetzte Schweizer Titel ins Programm aufgenommen.

Wer Schweizer Literatur über die Sprachgrenzen hinweg bekannt machen möchte, muss bei der Übersetzung ansetzen. Deshalb fördert die Schweizer Kulturstiftung mit ihrem Schwerpunkt «Moving Words» das literarische Übersetzen. Mit Erfolg, wie eine erste Zwischenbilanz zeigt: Mit internationalen Verlagen aus den USA, Russland, Rumänien, Norwegen, Indien, China, Japan, der Türkei und der Slowakei hat Pro Helvetia neun sogenannte «Swiss Lists», also Reihen mit Schweizer Belletristik, vereinbart.

So wurden dank dem indischen Verlag Seagull Publishing House gleich drei Bücher des erfolgreichen Zürcher Autors Urs Widmer endlich ins Englische übersetzt. Und in Japan erscheint eine Robert-Walser-Gesamtausgabe. Das literarisch besonders Anspruchsvolle sucht der US-Verlag Dalkey Archive Press und präsentiert Gerhard Meier, Aglaia Veteranyi, Noëlle Revaz und Giovanni Orelli einem amerikanischen Publikum. Ausserdem hat Pro Helvetia zwischen Schweizer und internationalen Verlagen vermittelt. Dadurch erhielten einige Kinderbücher des Genfer Verlags «La Joie de lire» Eingang in iranische Kinderzimmer, während koreanische Sprösslinge Jürg Schubigers «Wilhelm Tell» entdecken. Im Frühling 2012 wird eine Delegation lateinamerikanischer und russischer Verleger auf literarische Entdeckungsreise durch die Schweiz geführt.

Schweizer Verlage bringen mehr übersetzte Schweizer Titel heraus

Auch innerhalb der Schweiz konnte der Austausch zwischen den Sprachregionen verstärkt werden: Mit neun Schweizer Verlagen ist Pro Helvetia 14 Leistungsvereinbarungen eingegangen. Sie verpflichten sich, innerhalb zweier Jahre mindestens zwei Schweizer Übersetzungen zu publizieren. Die meisten haben indes weit mehr – bis zu sechs Übersetzungen – realisiert. Das Förderinstrument wird von den Verlegern geschätzt, da es ihnen Planungssicherheit und einen grösseren Handlungsspielraum ermöglicht. Im Rahmen von Weiterbildungen und Symposien wie «4+1 traduire übersetzen tradurre translatar», das vom 9. bis 10. März in Vevey stattfindet, konnten sich die literarischen Übersetzerinnen und Übersetzer fachlich weiterbilden und vernetzen. Pro Helvetia hat auch die Zusammenarbeit mit wichtigen Partnern wie dem Übersetzerhaus Looren, dem Centre de traduction littéraire der Universität Lausanne und dem Verband Autorinnen und Autoren der Schweiz (AdS) gestärkt. Für den bis Ende 2012 verlängerten, vierjährigen Schwerpunkt hat die Kulturstiftung 2,4 Millionen Franken zur Verfügung gestellt.

Medienauskünfte: Isabel Drews , Kommunikation

Tel. +41 44 267 71 51, Fax +41 44 267 71 06, idrews@prohelvetia.ch

Medienmitteilung der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, 9. März 2012