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Kultur als Motor des Wandels

Publiziert am: 16.03.2006

Kultur bewegt etwas. Dies zeigt eine unabhängige Studie, welche Pro Helvetia und die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) in Auftrag gegeben haben. In Transitionsländern spielt Kulturarbeit eine Schlüsselrolle in der gesellschaftlichen Entwicklung. Die Studie verarbeitet die Erfahrungen aus Projekten der technischen Zusammenarbeit in sieben osteuropäischen Ländern.

Fazit der Studie: Kulturarbeit stärkt die Meinungsvielfalt und fördert die offene Debatte über gesellschaftlich relevante Themen; sie hilft alternative Strukturen und Netzwerke zu schaffen und erleichtert den Menschen die Teilnahme am politischen Leben; sie setzt kreative Energie frei und gibt neue Impulse. Kurz, sie stärkt die Zivilgesellschaft und indirekt die oft noch fragilen demokratischen Institutionen.

Untersucht wurden elf Kooperationsprojekte, welche das Schweizer Kulturprogramm Südosteuropa und Ukraine (SCP) der Pro Helvetia im Auftrag der DEZA durchführt. Es handelt sich dabei durchwegs um innovative, langfristig angelegte Projekte mit strukturie-render Wirkung im Bereich der Kultur. Realisiert werden sie in sieben so genannten Tran-sitionsländern (d.h. Ländern, die sich im Übergang von einem zentralistisch-dirigistischen Gesellschafts- und Wirtschaftssystem zu Demokratie und Marktwirtschaft befinden). Der englische Experte Charles Landry (Comedia London) hat zusammen mit den Mitarbeiten-den im Programm und in den Kooperationsprojekten die Erfahrungen aufgearbeitet und in einem Bericht zusammen gefasst.

Die Studie von Charles Landry liegt nun als Broschüre mit dem Titel «Kultur im Herzen des Wandels» in Deutsch, Französisch und Englisch vor. Sie kann unter folgender Adresse kostenlos bezogen werden: sodev@deza.admin.ch

Kontakt:

Susanna Flühmann, Kommunikation Pro Helvetia

T: 01 267 71 51, E: sfluehmann@pro-helvetia.ch

Thomas Jenatsch, Mediensprecher Ostzusammenarbeit DEZA

T: 031 325 91 26, 079 300 48 63, E: thomas.jenatsch@deza.admin.ch

Schweizer Kulturprogramm Südosteuropa und Ukraine (SCP):

Das SCP ist ein gemeinsames Programm der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia und der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA). Das Programm unterstützt seit 1999 lokale Partner in Südosteuropa, die in Kunst und Kultur tätig sind. Es fördert Institutionen, Organisationen und Gruppen, die sich für Vielfalt, Unabhängigkeit und Lebendigkeit des kulturellen Lebens einsetzen. Ziel ist die Förderung von Dialog und Erfahrungsaustausch sowie die Stärkung der Zivilgesellschaft.

Das SCP umfasst sieben Länder: Albanien, Bosnien & Herzegowina, Bulgarien, Makedonien, Rumänien, Serbien & Montenegro und die Ukraine. Lokale Geschäftsstellen sind in Tirana, Sarajewo, Sofia, Skopje, Bukarest, Belgrad und Kiew tätig. Seit Mai 2004 besteht auch eine Geschäftsstelle in Pristina. Die strategische und operative Leitung des Programms liegt bei Pro Helvetia in Zürich und ist dem Dienst International angegliedert. Die regionale Programmkoordination erfolgt von Belgrad aus.

Der Autor

Charles Landry gründete die Beratungsfirma Comedia im Jahre 1978. Seither hat er in über 20 Ländern unzählige Projekte untersucht, beraten und zum Teil auch initiiert. Gemeinsamer Nenner seiner Arbeit ist die Idee, mit Kultur das öffentliche, soziale und wirtschaftliche Leben zu revitalisieren.