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Prager Quadriennale 2019: Die Schweiz als künstliche Landschaft

Die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia organisiert den Länderbeitrag der Schweiz an der Prager Quadriennale für Szenographie 2019 (Prague Quadrennial of Performance Design and Space) und hat dafür einen Wettbewerb lanciert. Jetzt steht das Siegerprojekt fest: Das Kunststudio Fragmentin aus Lausanne und das Genfer Architekturbüro KOSMOS architects werden mit ihrem gemeinsamen Projekt «Artificial Arcadia: measured and adjustable (?) landscapes» die Schweiz in Prag vertreten. Das Projekt wurde auf Empfehlung einer unabhängigen Jury aus insgesamt 19 Bewerbungen ausgewählt. Es thematisiert die hybriden Übergänge zwischen den natürlichen, technischen und digitalen Landschaften der Schweiz.

Die Prager Quadriennale ist die weltweit wichtigste Plattform für Szenographie. Vom 6. bis 16. Juni 2019 findet unter dem Titel «Imagination, Transformation and Memory» ihre 14. Ausgabe statt. Kernstück der Veranstaltung in der tschechischen Hauptstadt ist die «Ausstellung der Länder und Regionen», die von der Prager Quadriennale in Zusammenarbeit mit den nationalen Kuratoren veranstaltet wird. Die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia verantwortet den Schweizer Beitrag und hat dafür einen Wettbewerb lanciert. Eingeladen wurden Szenografinnen, bildende Künstler, Designerinnen, Architekten sowie Personen, die im Bereich Performance-Design tätig sind.

Eine dreiköpfige Fach-Jury bestehend aus Ute Haferburg, Direktorin des Theaters Chur, Chantal Prod’Hom, Direktorin mudac Lausanne, und Stefan Kaegi, Autor und Regisseur (Rimini Protokoll), begutachtete in einem zweistufigen Verfahren insgesamt 19 Projektvorschläge. Unter Berücksichtigung der Jury-Empfehlung wählte die Stiftung das Siegerprojekt aus (siehe Box). Die performative Installation «Artificial Arcadia: measured and adjustable (?) landscapes» des Kunststudios Fragmentin aus Lausanne und des Genfer Architekturbüros Kosmos architects überzeugte: Einerseits durch den bewussten Umgang mit digitalen Technologien als neue Form der Ästhetik, andererseits durch die Überlegungen zum digitalen Überfluss und zum Klimawandel.

Zudem lancierte Pro Helvetia eine Ausschreibung für die ebenfalls an der Prager Quadriennale 2019 stattfindende «Student exhibition». Gewählt wurde ein Projekt von Szenographie- und Theaterpädagogik-Studierenden des Departements für Darstellende Künste der Zürcher Hochschule der Künste (ZHDK) unter der Leitung von Manuel Fabritz (Szenographie) und Prof. Dr. Mira Sack (Theaterpädagogik).

Natürliche, technische und digitale Landschaften: Der Schweizer Beitrag an der Prager Quadriennale 2019

Seilbahnen, Tunnels, Brücken, Schneekanonen und Lawinenverbauungen: Ein Netz von künstlich-technologischen Installationen überzieht die Schweizer Landschaften und macht ihre Repräsentation als intaktes Natur-Arkadien und damit ihre touristische Nutzung überhaupt erst möglich. Ein weiteres Netz von digitalen Daten unterstützt diese physischen Installationen und registriert gleichzeitig den Transformationsprozess, den die alpinen Landschaften im Zuge der globalen Erwärmung durchlaufen: Die Gletscherschmelze, der Artenverlust, die Verschiebung der Baumgrenzen. Das Projekt «Artificial Arcadia: measured and adjustable (?) landscapes» welches das Kunststudio Fragmentin gemeinsam mit dem Architekturbüro KOSMOS architects realisieren wird, thematisiert die hybriden Übergänge zwischen den natürlichen, technischen und digitalen Landschaften der Schweiz. Dazu schafft es – auch mit täglich wechselnden Performances, die in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Camille Alena kuratiert werden – eine begehbare, dynamische Rauminstallation.

Fragmentin ist ein Kunststudio aus Lausanne.
Website: http://www.fragment.in/
Instagram: @fragment.in

KOSMOS architects ist ein Architekturbüro mit Sitz in Genf.
Website: http://www.k-s-m-s.com/
Instagram: @kosmos_architects

Medienauskünfte:
Lisa Stadler, Kommunikation
lstadler@prohelvetia.ch; +41 44 267 71 51

Medienmitteilung der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia – Zürich, 14.4.2018