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Pro Helvetia im Jahr 2004: Konstanz und Bewegung

Publiziert am: 21.06.2005

Im Jahr 2004 behandelte Pro Helvetia 3570 Gesuche. Damit blieb die Anzahl der eingegangenen Unterstützungsanträge in den vergangenen zwei Jahren konstant. Insgesamt setzte die Stiftung rund 11 Millionen Franken für kulturelle Projekte in der Schweiz und 13 Millionen Franken für solche im Ausland ein. Die Gemeinkosten konnten im Vergleich zum Vorjahr um 1.4 Prozentpunkte gesenkt werden. Diese Kosten für Personal und Betrieb will Pro Helvetia auch in den nächsten zwei Jahren weiter reduzieren. Die ab 2006 voll wirksamen Einsparungen von rund 2.5 Millionen Franken werden zusätzlich in kulturelle Projekte fliessen. Neue Perspektiven eröffnet der Entwurf zum Pro-Helvetia-Gesetz. Eine schlankere Organisationsform ermöglicht es der Stiftung, sich inskünftig flexibler im Spannungsfeld von Kultur und Wirtschaftlichkeit bewegen zu können.

Konstanter Gesuchseingang

Die Zahl der Anträge an Pro Helvetia um Unterstützung für kulturelle Projekte in der Schweiz wie im Ausland bleibt dauerhaft hoch. Sie hat sich in den vergangenen zwei Jahren bei rund 3500 Gesuchen eingependelt. Schwankungen ergeben sich bei der Verteilung auf die verschiedenen Sparten. So nahmen bei den Visuellen Künsten die Beitragsgesuche um 9.5 Prozent zu, während sie in der Sparte Musik um 6% abnahmen. Solche Veränderungen spiegeln einerseits die wechselnde Bedeutung von Kunstdisziplinen, andererseits manifestiert sich darin auch die Förderpolitik von Pro Helvetia. So setzt die Stiftung im Jazz, im Tanz und im Theater vermehrt auf mittelfristige Vereinbarungen mit Kulturschaffenden und reduziert damit die Anzahl punktueller Gesuche. Ebenfalls zeitigen die Mandate an externe Fachstellen wie Kultur & Entwickung (K&E) oder die Vereinigung KünstlerInnen-Theater-VeranstalterInnen (ktv) die erwünschte Arbeitsentlastung für Pro Helvetia.

Senkung des Gemeinkostenanteils

Insgesamt standen der Stiftung 2004 rund 24 Millionen Franken an operativen Mitteln für die Unterstützung von kulturellen Projekten zur Verfügung. Der Bundesbeitrag betrug 35 Millionen Franken. Der Anteil der Gemeinkosten (Personal und Betrieb) konnte gegenüber dem Vorjahr von 36.3 auf 34.9 Prozent merklich verringert werden. Dabei sei angemerkt, dass in den Gemeinkosten von Pro Helvetia auch die Ausgaben für Betrieb und Personal der Aussenstellen im Ausland enthalten sind. Diese machen allein rund ein Viertel der Gemeinkosten aus. Das Verhältnis der für das In- bzw. Ausland ausgeschütteten Gelder, verschob sich 2004 merklich zugunsten der in der Schweiz realisierten Projekte. Bei einem Gesamtbetrag von 11 Millionen Franken stieg der Inlandanteil um 11%, während die im Ausland eingesetzten Mittel von 13 Millionen Franken um 2 Prozent leicht abnahmen. Insgesamt stieg der Anteil der Gelder für kulturelle Projekte um 4 Prozent.

Neue Perspektiven

Mit den 2004 eingeleiteten Massnahmen zur Senkung der Gemeinkosten war auch ein organisatorischer Umbau der Stiftung verbunden. Sie gliedert sich neu in die drei Hauptbereiche «Förderung» für die Gesuchsbeurteilung, «Programme» für die Umsetzung der von der Stiftung initiierten Projekte und «International» für die Betreuung der Aussenstellen. Die Anpassungen der Organisationsstruktur ermöglichen administrative Vereinfachungen, die Ausbildung spezifischer Kompetenzen und raschere Entscheidfindung. Dieser Schritt erfolgte nicht zuletzt im Hinblick auf das neue Pro-Helvetia-Gesetz, das eine organisatorische Modernisierung der Geschäftsstelle sowie eine klare Trennung der strategischen und operativen Geschäfte vorsieht. Die Massnahmen sind bis zum Inkrafttreten des neuen Gesetzes befristet und sollen erste Erfahrungen mit schlankeren Abläufen ermöglichen. Die im Entwurf des neuen Gesetzes vorgesehene Organisationsform wie auch die Verkleinerung des Stiftungs