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Pro Helvetia mit geschärftem Profil

Publiziert am: 19.04.2007

Die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia stellt sich den Herausforderungen. 2006 hat sie die Administrativkosten nochmals erheblich gesenkt. Die Zahl der Gesuche blieb mit 3063 stabil. Der Anteil der bewilligten Gesuche liegt mit 47% ebenfalls auf Vorjahresniveau. Profil gibt sich die Stiftung mit einem neuen Leitbild, welches ihre gesellschaftliche Verantwortung in den Vordergrund rückt. Im Blick auf die Gesetzgebung engagiert sie sich für eine systematische Aufgabenbereinigung.

Im Jahr 2006 gelang es Pro Helvetia, den Anteil der administrativen Aufwände an den Gesamtkosten nochmals zu senken auf 14.4% (Vorjahr 15.9%). Damit konnte die Stiftung, die operativen Mittel trotz erneuter Kürzung der Bundesbeiträge sogar leicht erhöhen. Die Anzahl der Gesuche blieb mit 3063 praktisch konstant. Die Quote der Zusagen verharrte bei 47%. Im Mehrjahresvergleich zeichnet sich ein Trend zu mehr Selektion und höheren Durchschnittsbeiträgen deutlich ab. Während vor vier Jahren noch rund 51% der Projekte bewilligt wurden, stieg der durchschnittliche Unterstützungsbeitrag im selben Zeitraum von 11’000 Franken auf heute 14’500 Franken.

Ein Leitbild für Pro Helvetia

Die Analyse der Parlamentarischen Verwaltungskommission [PVK] vom Juni 2006 bestätigt der Stiftung einen sorgfältigen Umgang mit ihren Mitteln und Professionalität. Die PVK empfahl der Stiftung aber auch eine einfachere Förderstrategie. Ein neues Leitbild ist der erste Schritt zur Schärfung ihres Profils. Und es positioniert die Stiftung für die laufende kulturpolitische Debatte. Zentrale Werte für Pro Helvetia sind der experimentelle Charakter der Kunst, ihr Potential, Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Gruppen und Völkern sichtbar zu machen, die kritische Auseinandersetzung über kulturelle Entwicklungen und der Respekt gegenüber Kulturschaffenden und ihren Werken. Die Stiftung sieht sich als Mittlerin zwischen Kultur und Politik und als operatives Zentrum der Kulturförderung auf Bundesebene. Sie zeichnet sich aus durch Nähe zur Kulturszene und hohe Akzeptanz bei ihren Partnern im In- und Ausland.

Die Zukunft der Stiftung

Für die nächste Finanzierungsperiode 2008-2011 hat Pro Helvetia 143.8 Millionen Franken beantragt. Wichtige Schwerpunkte sind die Vermittlungsarbeit, Übersetzungen und die Förderung des kulturellen Austausches mit Asien. Der Bundesrat stellt der Stiftung in seiner Botschaft für die Leistungen der vergangenen Jahre ein gutes Zeugnis aus, will ihr aber nur 135 Millionen zugestehen. Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates beantragt hingegen den vollen Betrag – der Entscheid liegt nun beim Parlament. Mit Spannung erwartet Pro Helvetia zudem die definitiven Gesetzesentwürfe zum Kulturförderungs- und zum revidierten Pro-Helvetia-Gesetz, die Ende Mai vorliegen. Sie fordert insbesondere einen Transfer zahlreicher operativer Aufgaben vom Bundesamt für Kultur und vom EDA an die Stiftung.

Medienauskünfte: Sabina Schwarzenbach, Leiterin Kommunikation
Tel. +41 44 267 71 39, Fax +41 44 267 71 06, sschwarzenbach@prohelvetia.ch

Medienmitteilung der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, 19. April 2007