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Pro Helvetia startet ein Kulturaustauschprogramm mit Russland

An der Literaturmesse «non/fiction» in Moskau eröffnet Pro Helvetia heute ihr Austauschprogramm «Swiss Made in Russia». Die Stiftung möchte von 2013 bis 2015 die zeitgenössische Kulturszene in Russland für Schweizer Künstlerinnen und Künstler besser erschliessen und das Netzwerk zwischen Kulturinstitutionen beider Länder stärken. Bei erfolgreichem Verlauf des Programms plant Pro Helvetia, eine Aussenstelle in Moskau zu eröffnen.

Die Schweiz beteiligt sich erstmals mit einem literarischen Begleitprogramm an der international renommierten Buchmesse «non/fiction» in Moskau. Der Auftritt in der russischen Metropole will das Interesse für Schweizer Literatur wecken, den Erfahrungsaustausch fördern und neue Übersetzungen ins Russische anregen. Gleichzeitig macht das Schweizer Literaturprogramm den Auftakt zum neuen Kulturaustauschprogramm «Swiss Made in Russia. Contemporary Cultural Exchanges 2013-2015». Ziel ist es, in den nächsten zweieinhalb Jahren neue Netzwerke zwischen schweizerischen und russischen Kulturinstitutionen aufzubauen und bestehende Kooperationen zu stärken. Bei erfolgreichem Projektverlauf plant die Stiftung, ihr Aussenstellennetz um einen Standort in Moskau zu ergänzen. Der Länderschwerpunkt Russland ist Teil der Kulturbotschaft 2012-2015, die das Parlament vor einem Jahr verabschiedet hat. Es gehört zum gesetzlichen Auftrag von Pro Helvetia, den internationalen Kulturaustausch zu fördern.

Von Kaliningrad bis Krasnojarsk

«Swiss Made in Russia» ist breit ausgerichtet: Es umfasst visuelle Kunst, Literatur, Design, Architektur, Kunst im öffentlichen Raum ebenso wie Musik, Theater und Tanz. Zwei lokale Mitarbeiterinnen, die in einem Büro der Schweizer Botschaft in Moskau stationiert sind, koordinieren das Kulturaustauschprogramm vor Ort. Damit können Synergien optimal genutzt werden. Das Programm arbeitet nicht nur mit Partnern in den kulturellen Metropolen Moskau und St. Petersburg, sondern schliesst auch weniger bekannte Städte wie Kaliningrad an der Ostsee oder Krasnojarsk in Sibirien ein. Für die gesamte Laufzeit von zweieinhalb Jahren und rund 50 Projekte verfügt «Swiss Made in Russia» über ein Budget von 1,85 Millionen Franken. In Vorbereitung sind verschiedene Vorhaben aus allen Sparten: So realisiert das Theater Vidy-Lausanne mit dem «Chekhov International Theatre Festival» die Koproduktion «Le Syndrome d‘Orphée», die nächsten Sommer in Moskau zu sehen sein wird. Die vielbesuchte Ausstellung «Playtime» vom Maison d`Ailleurs in Yverdon-les-Bains zur Videospielkultur plant 2013 eine Reise nach Krasnojarsk und Moskau. Am «International Contemporary Music Festival» in St. Petersburg ist 2013 ein Schweizer Fokus zu hören. Und in einem Jahr wird die Schweiz das offizielle Gastland der Buchmesse «non/fiction» in Moskau sein.

Mehr Informationen zu den laufenden Projekten und zu den Partnerorganisationen unter: www.prohelvetia.ch”>www.prohelvetia.ru

Medienauskünfte: Isabel Drews, Kommunikation

Tel. +41 44 267 71 51, Fax +41 44 267 71 06, idrews@prohelvetia.ch

Medienmitteilung der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, 30.11.2012