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Projektwettbewerb «echos» in Siders gestartet

Publiziert am: 18.09.2006

Beim Aufeinandertreffen von traditioneller Volkskultur und avantgardistischen Kreationen tut sich ein fruchtbares Spannungsfeld auf – dies haben die über 125 Teilnehmer am Symposium am vergangenen Wochenende in Siders festgestellt. Zum Auftakt des zweijährigen Pro-Helvetia-Programms «echos – Volkskultur für morgen» trafen sich im Wallis Fachleute aus Wissenschaft, Kulturförderung und -vermittlung sowie Kulturschaffende. Darunter befand sich auch Kulturminister Pascal Couchepin, der die Veränderung des Status der Volkskultur unterstrich: Die Volkskultur habe nicht nur eine gesellschaftliche Bedeutung, sie sei oft auch erster Zugang zur Kultur und Inspiration für eine weitere Entwicklung. Mit einem Wettbewerb sucht Pro Helvetia nun nach Projekten, die mit neuen Ansätzen der Tradition begegnen.

Ist die Schweizer Volkskultur von heute authentisch oder bildet sie sich das nur ein? Ist Volkskultur also schweizerischer als andere Formen der Kultur, das möchte die Pro Helvetia mit dem Programm «echos – Volkskultur von morgen» herausfinden. Zum Auftakt der zweijährigen Veranstaltungsreihe hat die Schweizer Kulturstiftung ein Symposium am 15. und 16. September in Siders organisiert, wo sie auch den zugehörigen Projektwettbewerb lancierte.

Reflexion zum Phänomen Volkskultur
Zwei Tage lang standen Kulturförderer und Repräsentanten der Volkskulturverbände und Kulturwissenschafter im offenen Gespräch. Über hundert Teilnehmer machten mit. Für Ehrengast und obersten Kulturförderer Pascal Couchepin sind Kulturformen, die besonders von Laien gepflegt werden, von besonderer Bedeutung. «Die Verwurzelung im Traditionellen entfaltet ihre Stärke aber erst, wenn sie sich mit Innovation und Erneuerung verbindet», fügte er weiter an.

Aktion für eine traditionsreiche Erneuerung
Um genau diese Innovation zu fördern, lädt «echos» zur direkten künstlerischen Beteiligung mit einem Projektwettbewerb ein. Die Ausschreibung richtet sich an alle, die in den Bereichen Volkskultur oder zeitgenössische Kunst tätig sind, sei es als Kulturschaffende oder als Veranstalter. Der Wettbewerb möchte dazu ermutigen, Projekte zu entwickeln, welche Tradition und Innovation miteinander verbinden, also eine Volkskultur für morgen entwerfen, oder dazu anregen, über unser Verhältnis zur Tradition nachzudenken. Pro Helvetia stellt dafür eine Preissumme von 250’000 Franken bereit und wird die ausgewählten Projekte im Rahmen des Abschlussfestivals von «echos» vom 19. bis 21. September 2008 in St. Gallen präsentieren.

Medienauskünfte: Sabina Schwarzenbach, Leiterin Kommunikation, Tel. +41 44 267 71 39, Fax + 41 44 267 71 06, sschwarzenbach@prohelvetia.ch

Projektwettbewerb: Volkskultur im Aufbruch

Willkommen sind Projekte:

  •  welche von Kulturschaffenden aus Volkskultur und zeitgenössischer Kunst gemeinsam konzipiert und realisiert werden,

  • aus allen Sparten der Künste und der Volkskultur, auch interdisziplinär,

  • welche die Verbindung von Tradition und Innovation neu interpretieren

  • und die der Volkskultur neue Perspektiven eröffnen.

Voraussetzungen:

  • Sie dürfen noch nicht veröffentlicht bzw. produziert sein.

  • Sie müssen bis spätestens Mitte September 2008 realisierbar sein.

  • Ihre Urheber und Urheberinnen müssen in der Schweiz tätig sein oder einen Schweizer Pass besitzen.

Teilnahmebedingungen, Reglement, Jurymitglieder und Teilnahmeformular sind auf der Website www.prohelvetia.ch/echos  einsehbar. Eingabefrist ist der 7. Januar 2007.
 

Medienmitteilung der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, 18.9.2006