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Schweizer Programm in der Kulturhauptstadt Genua

Publiziert am 21.01.2004

«Svizzera e (è) altrove» heisst das Programm, das die Schweiz im Laufe des Jahres 2004 in der europäischen Kulturhauptstadt Genua veranstaltet. Im Zentrum der 16 Schweizer Anlässe steht die junge Tanzszene Schweiz. Fünf Compagnies zeigen bis Mai einen Querschnitt durch das aktuelle Schaffen. Inhaltlich nimmt der Schweizer Auftritt Bezug auf das Motiv der Reise, dem Leitbegriff für das Gesamtprogramm von Genua 2004. Ein ganzjähriger Ausstellungzyklus greift das Thema aus unterschiedlichen künstlerischen Perspektiven auf. Zum Abschluss des Jahres tritt das Zürcher Opernhausballet unter Heinz Spoerli mit «Cenerentola» auf. Kuratiert wird das Schweizer Programm vom Centro Culturale Svizzero (CCS) in Milano, einer Aussenstelle der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia.

Mit der Hafenstadt Genua verbinden die Schweiz traditionelle Beziehungen: Früher das Tor zur weiten Welt – heute der Ausgangspunkt für Urlaubsreisen im Mittelmeer. Der Schweizer Auftritt in Genua soll diese Bande auch auf kultureller Ebene stärken. Initiiert vom Centro Culturale Svizzero (CCS) in Milano, einer Aussenstelle der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, entstand in Zusammenarbeit mit Präsenz Schweiz und den schweizerischen Vertretungen in Genua und Rom ein Programm, das zeitgenössisches Kunstschaffen aus der Schweiz im europäischen Kontext zeigt. Es setzt Akzente für eine offene Schweiz, die sich über ihre engen Grenzen hinaus bewegt und neue Beziehungen zu Italien und Genua knüpft, einer Stadt, die ihren kulturellen Reichtum wieder neu entdeckt.

Schwerpunkt im Schweizer Programm ist das Tanzfestival. Eröffnet wurde es am vergangenen Wochenende von der Zürcher Kompanie Drift (16./17.1.). Weiter folgen: Laura Tanner (13.2.), la Buissonnière (12./13.3.) und Teatrodanza Tiziana Arnaboldi (7./8.4.). Ein eigentlicher Höhepunkt bedeutet die Uraufführung von «Biglietto di sola andata» der Westschweizer Compagnia Linga (5./6./7.5.). Zum Abschluss der Schweizer Tanzpräsenz tritt vom 21. bis 31. Dezember das Zürcher Opernhausballett unter Heinz Spoerli mit «La Cenerentola» im Genoveser Theater Carlo Felice auf. Der Schweizer Tanz trifft in Italien auf grosses Interesse und findet– wie allgemein auf internationaler Ebene – wachsenden Erfolg – die junge Tanzszene Schweiz und ihre Entfaltung gelten hier als vorbildhaft.

Weitere Programmpunkte der Schweiz in der Kulturhauptstadt Genua sind:

Bis 1.2. «Museo d’Arte Contemporanea di Villa Croce»:

Videoausstellung «Il viaggio dell’uomo immobile. Diciotto stanze d’artista fra per un percorso nell’immaginario». Unter den 18 Videokünstlern stellen auch die Schweizer Alexander Hahn, Franziska Megert und Chantal Michel aus.

20.4. Teatro della Tosse:

Gespräch mit dem Filmregisseur Alain Tanner zu seinem Dokumentarfilm «Les hommes du port», ein Porträt der Menschen im Hafen Genuas. Anschliessend Projektion des Films mit Musik von Michel Winsch, Komponist zahlreicher Stücke für Tanners Filme.

23.5. – 30.9. La Spezia, Museo e Centro per l’arte moderna e contemporanea:

«Tinguely e Munari, opere in azione» – Bilder, Skulpturen und Grafiken der beiden Künstler. Die Ausstellung ist gleichzeitig offzielle Eröffnung des neuen Museums für zeitgenössische Kunst in La Spezia.

1.7. – 1.8. Palazzo San Giorgio:

«L’oeil du voyageur»- Fotoausstellung von Nicolas Bouvier. Eine Ausstellung des Musée de l’Elysée in Lausanne, kuratiert von Daniel Girardin.

20.8. – 25.9. Palazzo San Giorgio:

«Mit andern Augen – so, nah, Vicini – oltre lo sguardo» – Fotografien, Installationen, Skulpturen, Video und Malerei von sechs Schweizer Künstlerinnen und Künstlern, die eine zeitlang in Genua gelebt oder geforscht haben. Dazu gehören: Cécile Wick, Anna-Maria Bauer, Judith Albert, Lisa Enderli, Beat Zoderer und Ulrich Elsener.

Zusätzliche Schweizer Initiativen in Genua 2004 sind: