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Architekturbiennale 2018: Projekt «Svizzera 240» im Schweizer Pavillon

Die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia beauftragt das junge Architektenteam Alessandro Bosshard, Li Tavor und Matthew van der Ploeg mit der Realisierung des Schweizer Pavillons an der Architekturbiennale 2018 in Venedig. Ihr Projekt «Svizzera 240» wurde aus 81 Bewerbungen ausgewählt.

Die Architekturbiennale gilt weltweit als eine der wichtigsten Plattformen für Architektur und Städtebau. Im Hinblick auf die 16. Ausgabe, welche im Mai 2018 eröffnet wird, hat die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia im letzten Dezember einen Wettbewerb lanciert.

Von den 81 eingegangenen Bewerbungen im Rahmen eines zweistufigen Wettbewerbs im selektiven Verfahren wurden fünf Kandidaturen für die zweite Runde ausgewählt. Auf einstimmige Empfehlung der unabhängigen Biennale-Jury Architektur wird Pro Helvetia das junge Architektenteam Alessandro Bosshard, Li Tavor, und Matthew van der Ploeg mit ihrem Projekt «Svizzera 240» für die Realisierung des Schweizer Pavillons beauftragen.

«SVIZZERA 240»

«Das ist was wir tun. Das ist was wir Schweizer Architektinnen und Architekten immer und überall tun. Wir zeichnen Wohnungen.» Das sind die Einführungsworte des Projekts «Svizzera 240», die Weiterbearbeitung des Projekts «2:1, Gute Wohnung». Die Jury zeigte sich beeindruckt von der Relevanz, Differenziertheit und Intelligenz des Projekts und ist überzeugt, dass es die Besucher der 16. Architekturbiennale in Venedig begeistern wird.

Das Projekt behandelt das Thema «Wohnungsbau». Die Herangehensweise an typisch schweizerische Aspekte dieses Themas überrascht, amüsiert und regt zum Nachdenken an. Im Zentrum der Umsetzung des Projekts in Form einer Installation — eines architektonischen Modells nahe am menschlichen Massstab — steht die Wahrnehmung durch den Betrachter. Bruno Giacomettis Pavillon verwandelt sich in eine Wohnung und wird zu einem «Katalog» von räumlichen Möglichkeiten und inneren Stimmungen des zeitgenössischen Wohnungsbaus. «Svizzera 240» besteht aus einer Abfolge von Raumsequenzen in unterschiedlichen Massstäben. Der Besucher wird der Reihe nach durch die Sequenzen geführt und beendet den Rundgang bei einer Gesamtansicht des Modells im Innenhof.  Sinnliche Wahrnehmung und körperliches Empfinden bilden den Kern des Projekts und eröffnen dem Besucher eine neue Sichtweise auf das Wesen von Wohnräumen. Die Inszenierung ist ein Verweis auf die Wohnungsbesichtigungen, die nach Abschluss der Bauarbeiten stattfinden. Der Titel des Projekts bezieht sich auf die 240 Zentimeter, welche die gegenwärtigen Baubestimmungen als optimale Höhe für Wohnräume definieren. Sie bilden den Referenzwert der Installation. «Svizzera 240» beleuchtet das Verhältnis des Menschen zur Gesellschaft und zu seiner Zeit anhand des zu Wohnzwecken bebauten Raums.

PROJEKTTEAM

Die Architektin und Architekten Alessandro Bosshard (MSc ETH Arch.), Li Tavor (MSc ETH Arch.) und Matthew van der Ploeg (M.Arch, UIC) arbeiten seit 2015 gemeinsam als wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Assistenzprofessur Prof. Dr. Alex Lehnerer an der ETH Zürich. Sie sind massgebend an der Entwicklung und Durchführung von Forschungs- und Ausstellungsprojekten für die Professur beteiligt.

JURY

Zur Jury gehören Marco Bakker (Jurypräsident, Architekt, Bakker & Blanc architectes, Lausanne und Zürich, Dozent, ENAC der ETH Lausanne), Francesco Buzzi (Architektonischer Leiter, Buzzi studio d’architettura, Locarno), Irina Davidovici (Schriftstellerin und Postdoktorandin, ETH Zürich), Céline Guibat (Architektin, mijong architecture design, Zürich und Sitten) und Isa Stürm (Architektin, Isa Stürm Urs Wolf SA, Zürich). Die Jury betont, dass die hohe Qualität und grosse Anzahl der Bewerbungen die Bedeutung der Biennale von Venedig für die Schweizer Architekturszene unterstreichen.

Alle 81 Projektvorschläge sowie die Juryberichte können unter folgendem Link eingesehen werden: www.biennials.ch.

Mehr Informationen zu den Schweizer Auftritten an den Biennalen von Venedig: www.biennials.ch

Auskünfte
Sandi Paucic, Projektleitung Schweizer Auftritt Biennale Venedig, T. +41 44 267 71 67, M. +41 76 347 17 11, spaucic@prohelvetia.ch

Marlène Mauris, Pro Helvetia, Kommunikation, +41 44 267 71 36, mmauris@prohelvetia.ch

Medienmitteilung der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, 30.06.2017