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Ukraine studiert Schweizer Modell der Kulturförderung

Publiziert am 01.06.2004

Vom 7. bis 11. Juni besuchen Vertreterinnen und Vertreter der Kulturkommission des ukrainischen Parlaments sowie weitere Kulturexperten aus der Ukraine die Schweiz. Sie werden sich über das Schweizer Modell der Kulturförderung informieren. Der Besuch wird organisiert vom «Schweizer Kulturprogramm Südosteuropa und Ukraine» (SCP), das von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia im Auftrag der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) geleitet wird.

Die Kulturkommission des ukrainischen Parlaments erarbeitet derzeit die Grundlagen einer neuen nationalen Kulturpolitik. Die Kultur übernimmt eine Schlüsselrolle innerhalb des Transformationsprozesses der Ukraine, der alle Bereiche des politischen, sozialen und wirtschaftlichen Lebens umfasst. Die Ausgestaltung der Kulturpolitik ist deshalb ausschlaggebend für eine nachhaltige Entwicklung und demokratische Festigung des jungen Staates.

Am Beispiel der Schweiz studieren die Kulturfachleute aus der Ukraine Fragen der kulturellen Identität und Vielfalt, das Subsidiaritätsprinzip sowie das Zusammenspiel von öffentlicher und privater Kulturförderung. Sie führen Gespräche mit Parlamentsvertretern und Kulturschaffenden, mit dem Bundesamt für Kultur, Pro Helvetia, kantonalen und städtischen Kulturbehörden sowie mit öffentlich-rechtlichen und privaten Kulturinstituten. Der Umgang mit kulturellen Minderheiten und die Mehrsprachigkeit sind wichtige Bereiche, in denen die Ukraine bei der Erarbeitung einer neuen Kulturpolitik von den Erfahrungen der Schweiz profitieren kann.

Seit 1999 fördert Pro Helvetia Projekte lokaler Kulturschaffender sowie den Aufbau von kulturellen Organisationen in der Ukraine. Dies geschieht im Rahmen des «Schweizer Kulturprogramms Südosteuropa und Ukraine» (SCP) und im Auftrag der DEZA. Im Moment wird zum Beispiel ein Kooperationsprojekt für die Ausbildung von Kulturmanagern in Odessa erarbeitet. Im Rahmen einer Kleinaktion unterstützte das SCP auch die Kulturzeitschrift «Dialogue», die ihre Januarnummer dieses Jahres der Schweizer Kulturpolitik gewidmet und damit die Kulturkommission des ukrainischen Parlaments auf die Schweiz aufmerksam gemacht hat.

Für Medienvertreter können in Bern (8.6.), Lausanne (9.6.) und Zürich (10.6.) Interviewtermine mit einzelnen Mitgliedern der Delegation organisiert werden.

Kontakt:

Sabina Schwarzenbach, Leiterin Kommunikation Pro Helvetia

T: 01 267 71 39, E: sschwarzenbach@pro-helvetia.ch

Thomas Jenatsch, Mediensprecher Ostzusammenarbeit DEZA

T: 031 325 91 26, 079 300 48 63,

E: thomas.jenatsch@deza.admin.ch

Mitglieder der ukrainischen Delegation:

Leonid Taniuk, Vorsitzender der Kulturkommission des Parlaments

Valeria Zaklunna-Myronenko, Mitglied der Kulturkommission des Parlaments, Vorsitzende der Subkommission für Kunst und kulturelle Aktivitäten

Volodymyr Nakonechny, Mitglied der Kulturkommission des Parlaments