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Zeitgenössische Kunst schlägt Brücken nach Japan

Publiziert am 22.09.2004

Von Oktober 2004 bis Herbst 2006 sind Schweizer Künstlerinnen und Künstler in Japan zu Gast. Aus Anlass der Weltausstellung EXPO 2005 in Aichi organisiert die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia in enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnern in verschiedenen Städten Japans das Kulturprogramm 0406 SWISS CONTEMPORARY ARTS IN JAPAN. Es zeigt während zwei Jahren zeitgenössische Kunst, Design, Comics, Netzkunst, Film, Performance, Theater, Musik und Literatur aus der Schweiz. Das von Pro Helvetia mit zwei Millionen Franken dotierte Programm startet am 8. Oktober 2004 mit der Teilnahme von Pipilotti Rist, Gerda Steiner und Jörg Lenzlinger an der Eröffnungsausstellung des neuen 21st Century Museum of Contemporary Art in Kanazawa.

Die Schweiz und Japan pflegen regen Austausch, was das klassische Kunstrepertoire anbelangt. Zeitgenössisches Kulturschaffen aus der Schweiz hat dagegen erst in den Bereichen Bildende Künste und Architektur Fuss gefasst. Arbeiten von Pipilotti Rist, Fischli/Weiss und Herzog & de Meuron haben hier die Neugier auf eine «andere» Schweiz geweckt. Pro Helvetia nimmt dieses Interesse auf und iniziiert im Rahmen des Schweizer Auftritts an der Weltausstellung 2005 in Aichi das zweijährige Kulturprogramm 0406 SWISS CONTEMPORARY ARTS IN JAPAN. Sie will damit ein breites Spektrum aktuellen Schweizer Kunstschaffens dem japanischen Publikum bekannt machen. In Zusammenarbeit mit lokalen Veranstaltern sollen langfristig tragende Partnerschaften entstehen.

0406 SWISS CONTEMPORARY ARTS IN JAPAN knüpft an Bestehendes an und überrascht mit unbekannten Aspekten. Den Auftakt dazu anfangs Oktober 2004 machen mit Pipilotti Rist, Gerda Steiner und Jörg Lenzlinger drei Künstlerinnen und Künstler, welche im Überschreiten von Grenzen neue künstlerische Ausdrucksformen gefunden haben. Neue Einblicke zeigt auch die von Beat Wismer kuratierte Ausstellung «Swiss Art inspired by Mountains», welche, vom traditionellen Motiv des Bergs ausgehend, das Schweizer Kunstschaffen bis ins 21. Jahrhundert verfolgt. Die beiden Wanderausstellungen «Comics-Country Switzerland» und «criss & cross» geben in verschiedenen Städten Japans einen Einblick in aktuelle Tendenzen des Schweizer Comics und des Designs.

Gemeinsame Auftritte wollen den Dialog zwischen beiden Ländern stärken. Das in Basel ansässige Ensemble Classique spielt mit japanischen Solisten neue Kompositionen aus der Schweiz und Japan. Eine japanisch-schweizerische Tournee führt Musiker der Elektronik- und Improvisationsszene quer durch Japan. Nik Bärtsch arbeitet in «Perpetual Rhythm» mit dem Butoh-Tänzer Imre Thormann. Reinhard Storz von Xcult kreiert mit Internetkünstlern aus Japan und weiteren Ländern ein parodistisches Online-TV-Projekt. Die rund 20 Programmpunkte für den zweijährigen Zyklus «0406 SWISS CONTEMPORARY ARTS IN JAPAN» stehen fest und werden auf www.pro-helvetia.ch laufend aktualisiert.