In den darstellenden Künsten werden in Zusammenarbeit mit renommierten Institutionen verschiedene Formate für Nachwuchskunstschaffende angeboten: Diese reichen von Workshops über gesamtschweizerische und internationale Vernetzungsprogramme bis hin zu individuellen Coachings.
Jährliche stattfindende Programme
Mai
Internationales Forum Berlin

Rund 30 Kunstschaffende aus allen Teilen der Welt besuchen gemeinsam das Berliner Theatertreffen, um sich über künstlerische und nationale Grenzen hinweg auszutauschen, zu reflektieren und Verbindungen zu knüpfen.
«Die 2 ½ Wochen in Berlin waren von ihrer Richtung her ganz klar auf die Zukunft ausgerichtet. Nicht nur auf die Zukunft all unserer Künstler*innen-Karrieren, sondern auch die Zukunft der Zusammenarbeit, die Zukunft des Spiels, die Zukunft der Inhalte, denen wir uns verpflichtet fühlen. Ich habe noch nie vorher eine solche Gruppendynamik erlebt, die geprägt war von Interesse und Austausch. Das ist für mich zukunftsweisend.»
Johanna Benrath, Regisseurin aus Zürich (Internationales Forum Berlin 2024)
Nächste Ausgabe: 1.-17.5.2026
Bewerbungsfrist: 30.11.2025
Bewerbung via Partnerinstitution
CAMPO Gent

Residenz am Produktionshaus CAMPO in Gent. Das Programm bietet einen Einblick in die Projekte und die Arbeitsweise von CAMPO und beinhaltet neben einer zweiwöchigen Studioresidenz diverse Vernetzungsmöglichkeiten mit der belgischen und internationalen Szene, darunter der Besuch des kunstenfestivaldesarts in Brüssel.
«Für mich war der Besuch des Festivals sehr spannend – eine solch geballte Ladung Theater zu sehen, war wirklich inspirierend. Dazu kam, dass ich bei CAMPO in einem der Studios arbeiten konnte. Eine intensive Zeit mit viel Input und Output an einem spannenden Haus, was ich schon sehr lange für seine Produktionen schätze.»
Zino Wey, Regisseur aus Basel (CAMPO 2019)
Nächste Ausgabe: 14.–24. Mai 2026
Bewerbungsfrist: 15.2.2026
Bewerbung via Pro Helvetia
Juni
Impulse Festival

Das Impulse Festival ist die wichtigste Plattform für das Freie Theater im deutschsprachigen Raum. Die Netzwerk-Residenz ermöglicht den Besuch aller Inszenierungen und des Rahmenprogramms des Festivals sowie die Vernetzung mit internationalen Veranstaltenden.
«Im Juni 2022 durfte ich eine Pro-Helvetia-Residenz am Impulse Festival verbringen. Das war eine sehr inspirierende und bereichernde Erfahrung. Das Programm des Festivals gab mir einen breiten Überblick über die Freie Szene Deutschlands, die in der Schweiz (zu) selten zu sehen ist, erst recht in der Romandie. Die Residenz hat mir ermöglicht, viele neue Kontakte zu knüpfen und meine Verbindungen zur deutschsprachigen Szene aufzufrischen. Sowohl Pro Helvetia als auch das Festivalteam waren sehr entgegenkommend und schufen optimale Rahmenbedingungen für meine Residenz.»
Marius Schaffter, Regisseur und Performer aus Genf (Impulse Theater Festival 2022)
Nächste Ausgabe: 3.-21. Juni 2026
Bewerbungsfrist: 15.2.2026
Bewerbung via Pro Helvetia
Juli/August
ATLAS ImPulsTanz Vienna

Das fünfwöchige Programm ermöglicht den Teilnehmenden, im Studio an eigenen Projekten zu arbeiten und gleichzeitig neuen Input zu erhalten durch ein individuelles Workshopprogramm, den Besuch des Festivals sowie den Austausch innerhalb der Gruppe.
«Die Teilnahme am Programm ATLAS des Festivals ImPulsTanz war eine spannende, bereichernde und unvergessliche Erfahrung. Neben interessanten Workshops und zahlreichen Aufführungen bot mir das Festival auch die Gelegenheit, viele andere Tänzer:innen und Choreograf:innen zu treffen, mit denen ich enge Verbindungen geknüpft habe.»
Baptiste Cazaux, Choreograf auf Genf (ATLAS 2023)
Nächste Ausgabe: 8.7.-12.8.2026
Bewerbungsfrist: 5.12.2025
Bei Zusage seitens Festivals kann bei Pro Helvetia ab 1. Februar bis 1. März 2026 ein Gesuch für die Übernahme der Aufenthaltskosten eingereicht werden.
Bewerbung via Partnerinstitution und Pro Helvetia
danceWEB ImPulsTanz Vienna

Das fünfwöchige Programm ermöglicht die Teilnahme an Workshops und Research Projects sowie den Besuch aller Performances von ImPulsTanz. Zudem können die Teilnehmenden vom internationalen Umfeld profitieren, sich austauschen und ihr Netzwerk aufbauen.
«Mein Sommer bei ImPulsTanz gab mir einerseits die Gelegenheit, mich selbst besser kennenzulernen und andererseits die komplexen und widersprüchlichen Seiten der Tanzwelt zu erforschen sowie wertvolle Kontakt innerhalb einer Gemeinschaft zu knüpfen, welche die Leidenschaft für den Tanz und das Engagement für die Gestaltung der Zukunft teilt.»
Délia Krayenbühl, Choreografin aus Fribourg (danceWEB 2023)
Nächste Ausgabe: 8.7.-12.8.2026
Bewerbungsfrist: 5.12.2025
Bei Zusage seitens Festivals kann bei Pro Helvetia ab 1. Februar bis 1. März 2026 ein Gesuch für die Übernahme der Aufenthaltskosten eingereicht werden.
Bewerbung via Partnerinstitution und Pro Helvetia
K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg

Während vier Wochen bringt K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg gemeinsam mit internationalen Partnerorganisationen bis zu sechs Choreograph*innen zusammen. Im Studio wird an den eigenen Projekten gearbeitet, zudem gibt es Workshops und Besuche beim Internationalen Sommerfestival auf Kampnagel.
Nächste Ausgabe: August 2026
Bewerbungsfrist: 1.1.–1.2.2026
Bewerbung via Partnerinstitution
Ein- und mehrjährige Programme
PREMIO

Das Netzwerk mit über 50 Theater- und Tanzhäusern aus allen Landesteilen der Schweiz vergibt Koproduktionsbeiträge, Residenzen und Aufführungsmöglichkeiten an jährlich acht ausgewählte Nachwuchsgruppen.
«PREMIO bot mir die Möglichkeit, regionale Grenzen zu überschreiten und mit anderen Kunstschaffenden und Fachleuten aus allen Regionen der Schweiz in Kontakt zu treten. Ich begrüsse die Veränderungen, die seit meiner Teilnahme am Format vorgenommen wurden – insbesondere, dass die Vergabe nicht mehr als Wettbewerb organisiert ist. Hoffentlich wird PREMIO weiter ein wichtiges Netzwerk für den Nachwuchs bleiben, indem es jungen Kunstschaffenden gleiche Chancen bietet und sie sorgfältig begleitet.»
Francesca Sproccati, Regisseurin und Performerin aus Lugano (PREMIO 2020)
Bewerbung via Partnerinstitution
Dramenprozessor

Das überregionale Netzwerk bringt Autorinnen und Autoren mit erfahrenen Theaterschaffenden aus den Bereichen szenisches Schreiben, Regie und Dramaturgie in einen künstlerischen Austausch und begleitet die Erarbeitung eines Theatertexts.
«Für mich war der Dramenprozessor ein wichtiger ZeitRaum, um zu üben, umzulernen, zu erfahren, wie Körper mit Texten kollidieren, verschmelzen, sich gegenseitig transformieren. Und daraus eine verkörpertere Schreibpraxis zu entwickeln.»
Kim de L‘Horizon, Autorenperson, Gethen (Dramenprozessor 2020/21)
Bewerbung via Partnerinstitution
Stück Labor

Das Förderprogramm für Neue Schweizer Dramatik bietet in Kooperation mit etablierten Theatern eine einjährige Hausautorschaft, welche Zeit zum Arbeiten an einem neuen Stoff sowie die Uraufführung des Textes in der darauffolgenden Spielzeit ermöglicht.
«Stück Labor hat mir Geld und damit die Freiheit gegeben, wirklich Zeit zum Schreiben zu haben, Ideen auch mal zu verdauen, damit zu sein, sie kommen zu hören, ohne alles sofort entscheiden zu müssen. Für einen wirklich kreativen Prozess. Das hat man leider selten in der schnellebigen und unterfinanzierten Theaterwelt. Es ist ein Geschenk!»
Julia Hänni, Autorin aus Bern/Zürich (Stück Labor 2018/19)
Bewerbung via Partnerinstitution
PRISMI

Vier Nachwuchs-Dramaturginnen und -Dramaturgen erhalten die Gelegenheit, während einem Jahr einen Theatertext in italienischer Sprache unter fachkundiger Begleitung zu erarbeiten. Im folgenden Jahr präsentieren sie das Stück in Form einer mise-en-espace im Rahmen der Vetrina Prismi, LAC – Lugano Arte e cultura
«In dieser Fortbildungswerkstatt habe ich Aufmerksamkeit, Interesse, Wohlwollen und fachkundige Unterstützung erfahren, was mir geholfen hat, meine Rolle als Tochter einer gehörlosen Person zu verdeutlichen. Durch Prismi sind aus diesem sensiblen, mit meinem familiären Hintergrund verbundenen Thema überraschende Figuren, ausdrucksstarke Dialoge und unerschöpfliche Erzählstränge entstanden. Dabei habe ein neues Bewusstsein als Autorin und für meine Rolle in der Lebenswelt meiner Mutter entwickelt, was mich zum Entschluss gebracht hat, ernsthaft die Gebärdensprache zu lernen.»
- Lea Ferrari, Teilnehmerin von Prismi 2025 – Fortbildungswerkstatt zur schweizerischen Dramaturgie in italienischer Sprache.
Nächste Ausgabe: Februar 2026
Bewerbungsfrist: 23.11.2025
Bewerbung via Partnerinstitution
Circusnext

Im Rahmen der circusnext Platform werden jedes Jahr Nachwuchskunstschaffende aus dem zeitgenössischen Zirkus von einem Netzwerk aus 24 Partnerinstitutionen aus 15 europäischen Ländern ausgewählt und bei der Erarbeitung eines neuen Projekts mit Residenzen, Workshops und Netzwerktreffen unterstützt. Darüber hinaus organisiert circusnext am 23. Januar von 16 bis 17.30 Uhr ein Zoom-Meeting für interessierte Kunstschaffende. Weitere Informationen und Anmeldung hier.
Zeitraum: Juli 2026 bis September 2027
Bewerbungsfrist: Ab 12.1.2026 bis 09.03.2026 (12.00 Uhr CET)
Nachwuchsförderung Darstellende Künste
Pro Helvetia unterstützt Nachwuchs-Kunstschaffende mit dem Ziel, dass diese sich langfristig auf nationalem und internationalem Niveau etablieren können.
Die Förderung richtet sich an besonders vielversprechende Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Choreografie, Regie, Dramaturgie, Szenografie oder Szenisches Schreiben, die ihren Arbeitsmittelpunkt in der Schweiz haben und deren künstlerische Ausbildung oder erste öffentliche Werkpräsentation weniger als 5 Jahre zurückliegt. Aus belegbaren Gründen kann diese Frist verlängert werden, wenn ein Unterbruch der künstlerischen Arbeit z.B. wegen Care-Arbeit, Arbeitsunfähigkeit o.ä. erfolgt ist.




