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Swiss Focus Performing Arts

Retrospektive «ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival»

ATLAS – Workshop- und Rechercheprogramm

Für die Edition 2021 wurden die jungen Choreografinnen Clara Delorme und Ivy Monteiro ausgewählt. Das Programm bietet Künstlerinnen und Künstlern mit ersten choreografischen Erfahrungen ein dynamisches Umfeld für deren künstlerische Entwicklung.

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Im Rahmen des Schweizer Fokus hat das «ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival» in Kooperation mit Pro Helvetia 14 Schweizer Tanzproduktionen gezeigt, welche das zeitgenössische Schweizer Tanzschaffen in seiner ganzen Vielfalt präsentieren. Drei Gruppen stellen wir im untenstehenden Video vor. Ebenfalls zu Wort kommen zwei Teilnehmende aus dem ATLAS Workshop- und Rechercheprogramm für Nachwuchskunstschaffende.

 

PRICE aka. Mathias Ringgenberg ist in Rio de Janeiro geboren und lebt und arbeitet in Zürich. Während seiner Performance Melodies are so far my best friend befindet sich ein 11-15 Meter langer Tisch in der Mitte des Raumes, der in die Tribüne hineinragt. Vier grosse Vorhangkostüme aus verschiedenen Textilien sind ausgelegt, während der Performer PRICE den Raum physisch und akustisch mit theatralischen Handlungen, Bewegungen und seiner Stimme in Beschlag nimmt. Cecile Believe (Produzentin und Sängerin) und Sebastian Hirsig (Pianist) sind auf der Bühne anwesend und tragen zur Klanglandschaft bei. Die Besucher sitzen mit den Performern an einem Tisch.

Die junge Genfer Choreografin Ruth Childs präsentierte drei Stücke ihrer Tante Lucinda Childs aus dem New York der 1960er-Jahre und ihr eigenes Solo fantasia. Ausserdem tanzte sie in der Aufführung von Marco Berettinis No Paraderan. In fantasia nutzt Childs ihre choreografische Forschung über Musik, um ihre Erinnerungen in ihrem Körper zu kanalisieren. Ihre Vorliebe zur klassischen Musik nutzt sie, um Bewegungen aus ihrem Gedächtnis abzurufen. Mit Humor, Leichtigkeit und verschiedenen Dynamiken spielt fantasia zu Musik von Beethoven, Tschaikowsky bis hin zu Dvorak.

Bei fiebre werden «die Beziehungen der Tänzerinnen durch Intimität, Sexualität und Erotik erforscht und neue transformative Modalitäten des Miteinanders gezeigt», so die Jury nach der Preisverleihung des diesjährigen Young Choreographers’ Award. Tamara Alegre (CI/CH), Lydia Östberg Diakité (NO/SE), Nunu Flashdem (UK/CH), Marie Ursin (NO) und Célia Lutangu (BE/CH) erhielten die Auszeichnung am letzten Wochenende des Festivals im Wiener MuTh. fiebre versucht einen intimen weiblichen Raum mit neuen Formen des Zusammenseins zu schaffen. fiebre ist eine Quelle der Ermächtigung, in welcher Lust und Ekel frei koexistieren können.