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Ausschreibung «Architecture Matters»: 21 Projekte ausgewählt

Die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia unterstützt 21 Architekturprojekte unterschiedlichster Ausrichtung aus allen Teilen der Schweiz, die von einer Fachjury aus über 150 Bewerbungen ausgewählt wurden. Die thematische und formale Vielfalt der eingereichten Dossiers zeugt von der beeindruckenden Lebendigkeit und Kreativität der Schweizer Architekturszene.

Als Reaktion auf die Verschiebung der Architekturbiennale von Venedig aufgrund der Covid-19-Pandemie lancierte Pro Helvetia im August 2020 die ausserordentliche Ausschreibung «Architecture Matters» mit dem Ziel, die Reflexion und den Diskurs über das zeitgenössische Architekturschaffen zu stärken. Mit über 150 Bewerbungen aus der ganzen Schweiz stiess die Ausschreibung auf eine erfreuliche Resonanz. Die thematische Palette der eingereichten Projekte reichte von aktuellen gesellschaftlichen Fragen wie Ökologie, Nachhaltigkeit oder Gleichstellung der Geschlechter bis hin zu klassischeren Bereichen wie Städtebau und Landschaftsarchitektur.

Die auf Empfehlung einer Fachjury ausgewählten 21 Projekte beleuchten unter anderem Themen wie Architektur und Migration (in Form der «inklusiven Stadt» des Vereins Architecture for Refugees SCHWEIZ), behandeln 50 Jahre Frauenstimmrecht in der Schweiz (Installation «FrauMünsterhof» des Vereins créatrices.ch) oder fördern den architektonischen Diskurs zwischen den verschiedenen Regionen der Schweiz (mobiles Fernsehstudio «S AM TV» des Schweizerischen Architekturmuseums S AM).

Die ausgewählten Projekte nutzen unterschiedliche Formate wie Publikationen, Filme oder Vermittlungsprojekte, auch für Kinder und Jugendliche. Mehrere Projekte präsentieren sich in Form von Austauschplattformen, die sowohl im realen als auch im digitalen Raum stattfinden. Dazu kommen Recherchen und temporäre Installationen.

«Unser Call ‹Architecture Matters› ist auf erfreulich grosses Echo gestossen, und die Qualität der eingereichten Projekte zeugt vom hohen Niveau der theoretischen Reflexion und einem Bewusstsein für zeitrelevante Fragestellungen innerhalb der Schweizer Architekturszene. Pro Helvetia will auch in Zukunft die Reflexion über Architektur fördern und Projekte unterstützen, die ihre gesellschaftliche und künstlerische Funktion thematisieren», erklärt Madeleine Schuppli, Abteilungsleiterin Visuelle Künste bei Pro Helvetia.

Im Rahmen der Ausschreibung «Architecture Matters» wurden insgesamt 350 000 CHF vergeben, wobei die einzelnen Projekte Beiträge zwischen 10 000 und 25 000 CHF erhielten.

Übersicht der 21 unterstützten Projekte:

  • Aidec, Genève (Jérôme Mallon); ConstructLab, Fribourg (Agnès Collaud): «Jonction»
  • Architecture for Refugees SCHWEIZ, Zürich (Matthias Alder, Sarah Basyouny, Bence Komlósi): «Inklusion macht Architektur»
  • «La Biennale svizzera del territorio: un progetto collettivo di mediazione culturale», Lugano (Ludovica Molo, Caspar Schärer, Cyril Veillon, Ariane Widmer Pham, Luca Crosta)
  • Cities Connection Project, CCP 06 (Nicola Regusci): «Expo Export Basel / Import Wallonie Bruxelles. Lieux de vie partagés »
  • CREACUMÜN, Ftan (Viviane Ehrensberger, Riet Fanzun, Tinetta Rauch, Christof Rösch, Adriana Stuppan): «Baukulturvermittlung im Unterengadin»
  • créatrices.ch, Zürich (Sandra König, Henriette Lutz, Stefi Spinas): «FrauMünsterhof»
  • Léman Architectures Connexions, Lausanne (Manuel Bieler, Héloïse Gailing, Matthieu Jaccard): «LAC 20-21, promenades exploratoires autour du Léman»
  • Never Stop Reading; Park Books, Zürich: «Architekturbuch-Festival»
  • Open Doors Engadin Bergell, Maloja (Christoph Oggenfuss, Raphael Karrer): «Open Doors Engadin Bergell 2021»
  • Rethink Materials Kollektiv. Zürich (Corinne Lopez): «Es ist alles da!»
  • Triest Verlag, Zürich (Andrea Wiegelmann, Kerstin Forster); Architektur Forum Ostschweiz, St. Gallen (Rico Lauper, Thomas Eugster, Johanna Deinert, Marion Pohlke); Swiss Architects (Elias Baumgarten): «Gutes Bauen Ostschweiz – unterwegs»
  • Ville en tête (Katell Mallédan), Théâtre de Vidy, Lausanne (Astrid Lavanderos): «Habitats rêvés»
  • ZAZ Zentrum Architektur Zürich (Corina Hösli, Maya Kägi Götz, Evelyn Steiner): «create & debate Vermittlungswerkstatt im ZAZ»
  • Hochparterre, Zürich (Marcel Bächtiger, Jonathan Jäggi, Palle Petersen): «Ir Ysebahn: Architekturkritik im Film»
  • S AM Schweizerisches Architekturmuseum, Basel (Andreas Ruby, Andreas Kofler, Yuma Shinohara u.a.): «S AM TV»
  • Fédération Suisse des Architectes Paysagistes BSLA, La Chaux-de-Fonds: «anthos – Jahrbuch Schweizer Landschaftsarchitektur»
  • KARTON, Ebikon (Kunz Gerold): «Architektur im Alltag der Zentralschweiz»
  • werk, bauen + wohnen, Zürich (Roland Züger): «Debatte – Buchreihe zur Baukultur»
  • BUREAU, Genève (Daniel Zamarbide, Galliane Zamarbide, Carine Pimenta), Association Bermuda, Sergy (FR): «THERESE»
  • Naïri Arzoumanian Rumin, Daphné Bengoa, Belfaux: «Entre deux. L’habitat à l’épreuve du confinement»
  • Urban Equipe, Zürich (Antonia Steger): «Prototypen»

Medienauskünfte:

Foto: © Architecture for Refugees SCHWEIZ