Dauerhafte Unterstützung für Design und interaktive Medien

Communicaziun a las medias, Design

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Deasign Switzerland at Teatro Litta during Milano Design Week © Raphaelle Mueller

Die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia nimmt die beiden Sparten Design sowie interaktive Medien fest in ihre Förderung auf: Ab 2021 führt die Stiftung eine eigene Abteilung, welche Schweizer Kreative in diesen zwei Fachbereichen nachhaltig unterstützt. 

Der Aufbau der Abteilung «Design & Interaktive Medien» knüpft an den Schwerpunkt «Neue Zusammenarbeitsmodelle – Kultur und Wirtschaft» an, der dieses Jahr zu Ende geht. Seit 2016 hat Pro Helvetia gezielt aufstrebende Talente beider Sparten begleitet und sie dabei unterstützt, ihre Netzwerke zu stärken und ihre unternehmerischen Ziele umzusetzen. Diese Unterstützung ist entscheidend für die jungen Kreativen beider Sparten, da sie darauf angewiesen sind, sich rasch am internationalen Markt etablieren zu können.

Mittels Ausschreibungen von «Kultur und Wirtschaft» hat Pro Helvetia in den vergangenen vier Jahren rund 70 Designprojekte gefördert, vom Konzept bis zur Vermarktung. Unter dem Label Design Switzerland organisierte die Stiftung zudem Präsentationen und Ausstellungen junger Designerinnen und Designer an bedeutenden Branchentreffen wie der Milano Design Week, der Shenzhen Creative Week, der London designjunction oder der Vienna Design Week.
Im stetig wachsenden Sektor der interaktiven Medien engagiert sich die Stiftung schon seit zehn Jahren: Zuerst mit den Programmen «GameCulture» (2010–2012) und «Mobile» (2013–2015) und seit 2016 mit dem Schwerpunkt «Kultur und Wirtschaft». Pro Helvetia fördert Studios sowie Gameentwicklerinnen und Gameentwickler mit Ausschreibungen und ermöglicht unter dem Label SwissGames die Teilnahme an wichtigen Branchenevents wie der Game Developers Conference in San Francisco, der Gamescom in Köln oder der Nordic Game Conference in Malmö.

Auf Grund der äusserst positiven Bilanz von «Kultur und Wirtschaft» hat Pro Helvetia die Weiterentwicklung der entsprechenden Massnahmen beschlossen. Eine Studie von Olivier Glassey (Professor IDHEAP, Universität Lausanne) mit den unterstützten Studios zeigt, dass die im Lauf des Schwerpunkts etablierten Instrumente den Bedürfnissen der Kreativen entsprechen. Zudem skizziert die Studie Empfehlungen für das langfristige Vorgehen in beiden Sparten. Auf dieser Grundlage setzt die Förderstrategie für Design & Interaktive Medien ab 2021 weiterhin den Fokus auf Recherche und Marktzugang, was auch entsprechend Eingang gefunden hat in die Kulturbotschaft 2021–2024. Folgende Aktivitäten und Instrumente, die sich in der Praxis bewährt haben, werden beibehalten und ausgebaut: Ausschreibungen, Coaching-, Matchmaking- und Mentoring-Formate sowie die Teilnahme von Schweizer Kreativen der beiden Sparten an grossen internationalen Veranstaltungen.

Die neue Abteilung ist ein logischer Schritt, betont Philippe Bischof, der Direktor der Stiftung: «Sie bildet den Abschluss jahrelanger Arbeit und intensiven Dialogs mit den beiden Sparten. Das grosse kulturelle Potenzial des Designs und der interaktiven Medien ist mittlerweile allgemein anerkannt, weshalb es an der Zeit ist, deren Unterstützung zu einem festen Bestandteil der Förderpolitik von Pro Helvetia zu machen.»