Kunst+ Recherche und Produktion: Unterstützte Projekte

Art+

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Pro Helvetia unterstützt künstlerische Projekte, die aktuelle gesellschaftliche Themen aufgreifen und diese mit neuen Methoden angehen.

Diese Unterstützung ermöglicht neue Formen der Kooperation zwischen Kunstschaffenden und Expert:innen aus verschiedenen gesellschaftlichen oder wissenschaftlichen Bereichen, wie Ökologie, Technologie, Politik oder Anthropologie.

Die nachstehenden Projektbeispiele geben einen Eindruck von den Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Kunstschaffenden und Expert:innen aus gesellschaftlichen oder wissenschaftlichen Bereichen.


Projektbeispiele

de secret

Olga Generalova
Visuelle Künste + Kulturanthropologie und Theologie

Ziel des Projekts «de secret» ist die Zusammenarbeit mit Gemeinschaften in der Schweiz, Polen, Belarus und Chile, die über traditionelles Wissen verfügen und sich für den Schutz von immateriellem Kulturerbe engagieren. Es lädt Kunstschaffende und Forschende dazu ein, unter Verwendung von zeitgenössischer Kunst, Medien und digitalen Gemeinschaftsarchiven gemeinsam lebendiges Erbe zu dokumentieren.

Olga Generalova, Initiatorin von «de secret».

Future of Materials – Inspire Invention

Nadya Suvorova
Game Design + Materialwissenschaft

Future of Materials ist eine Webplattform, die Kunstschaffende und andere Interessierte an die Materialforschung heranführt. Dazu kuratiert und präsentiert sie innovative Werkstoffe auf spannende, spielerische und zugängliche Weise und regt zum transdisziplinären Dialog an. Durch die Vermittlung von komplexem wissenschaftlichem Wissen an neugierige Laien und die Vorstellung neu entwickelter Materialien und Verfahren entsteht ein Dialog darüber, was die Werkstoffe von morgen sein könnten und sollten.

Mehr Informationen: futureofmaterials.com

Person vor einem Bildschirm
© Nadya Suvorova

IN BETWEEN

Julie Semoroz
Music + Neurowissenschaft und Soziologie

IN BETWEEN ist das Ergebnis eines über zweijährigen Austauschs zwischen der Künstlerin Julie Semoroz und Forschenden des Centre Interfacultaire en Sciences Affectives (CISA) an der Universität Genf sowie des Nationalen Forschungsschwerpunkts (NFS) Evolving Language.

IN BETWEEN präsentiert mehrere Kunstwerke, die allesamt die Interaktion von Menschen mit ihrer nicht-menschlichen Umgebung hinterfragen. Das Publikum taucht in einen Klang- und Lichtraum ein und ist dazu eingeladen, über die Art und Weise nachzudenken und zu hinterfragen, wie es miteinander und mit seiner Umwelt in Verbindung steht. Während des gesamten Projekts sind Wissenschaftler und Kunstschaffende dazu eingeladen ihr fachliches Wissen auszutauschen.

Ausstellung von Julie Semoroz, Kopfhörer hängen von der Decke.
Ausstellung “In Between” von Julie Semoroz © Raphaelle Müller

arvae

Alexandra Müller Crepon
Visuelle Künste + Umweltwissenschaften

Die 2020 gegründete Rechercheplattform «arvae» konzentriert sich darauf, gemeinsam mit Kunstschaffenden, Forschenden und lokalen Expert:innen den Boden für eine transdisziplinäre Zusammenarbeit zu kultivieren. Zu den Aktivitäten der Plattform zählen Lesungen, Ausstellungen, Symposien, Zusammenkünfte, Austauschveranstaltungen mit Studierenden, gemeinsame Mahlzeiten, Treffen und Planungen sowie Experimente und kritische Reflexionen mit dem Ziel, neue Wege der Nachhaltigkeit zu finden.

Alexandra Müller Crepon, Initiatorin von «arvae», spricht über das Kollektiv von Kunstschaffenden, Forschenden und lokalen Umweltexpert:innen des Pilotprojekts der Plattform in Arosa.

Knowledge is Biography

Marcel Schwald
Darstellende Künste + Gender- und Migrationsforschung

«Knowledge is Biography» ist eine diskursive und szenische Praxis, um kunstbasierte biografische Genderforschung zu betreiben. Das Projekt begleitete den Entstehungsprozess der Theaterperformance «Introducing Living Smile Vidya», wobei die Theaterschaffenden in einen Austausch treten mit Forscher:innen aus den Bereichen Gender Studies, Soziologie und Geschichte. Es geht dabei um Themen wi e Mental Health, Migration und Rassismus.

Eine Person steht vor einer Leinwand, der Text wird auf den Körper projiziert.
© Marcel Schwald

Über Kunst+

Im Rahmen von Kunst+ unterstützt Pro Helvetia Kollaborationen, die über den künstlerischen Bereich hinausgehen.

Fördermöglichkeiten: