«Die Schweiz als Wasserschloss Europas» – dieses Narrativ greift die Ausstellung im Schweizer Pavillon an der 20. Internationalen Architekturausstellung – La Biennale di Venezia auf. Die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia hat Paola Viganò zusammen mit StudioPaolaViganò und dem Projektteam nach einem zweistufigen Auswahlverfahren nominiert.
Als Quelle bedeutender Flüsse, als Süsswasserreservoir und als Land mit hoher Wasserqualität trägt die Schweiz eine besondere Verantwortung für diese Ressource. Paola Viganò, zusammen mit StudioPaolaViganò und dem Projektteam, initiiert im Schweizer Beitrag zur 20. Architekturbiennale – La Biennale di Venezia einen neuen Diskurs über Wasser: als Ressource, als Rechtssubjekt und als gestaltende Kraft unserer Lebensräume.
Die Ausstellung entwickelt sich entlang eines räumlichen und thematischen Flusses. Im Zentrum steht die performative Installation Ich bin Wasser. Formen des Wassers wie schwindende Gletscher, gefährdete Staudämme, verborgene Flüsse, verschüttete Bäche, übermässig genutzte, sehr sauerstoffarme Seen, und städtisches Regenwasser verbinden Design und künstlerische Interventionen mit politischen, ökologischen, wissenschaftlichen sowie rechtlichen Fragen.

Der Schweizer Beitrag versteht Wasser nicht nur als Thema, sondern als Medium der Ausstellung selbst – als Fluss, der Räume, Fachdisziplinen und Perspektiven verbindet und eine grundsätzliche Frage aufwirft: Inwiefern rückt die Perspektive des Wassers planetare und lokale Ebenen des Zusammenlebens und der Solidarität in den Vordergrund?
Michael Kinzer, Direktor von Pro Helvetia, ist der einstimmigen Juryempfehlung gefolgt und hat das Projekt für die 20. Architekturbiennale 2027 nominiert.
Nähere Informationen folgen Ende 2026.
Das Projektteam
Paola Viganò mit StudioPaolaViganò (Maria Medusheskaya, Etienne Schillers, Alessio Tamiazzo); Paolo Benettin, UNIL; Loan Laurent, HRC-EPFL; Marie Velardi, Kunstschaffende; in Zusammenarbeit mit ESTIA.
Das Auswahlverfahren
Die Auswahl erfolgte in einem mehrstufigen Verfahren. Zunächst empfahl eine fünfköpfige Gruppe von nationalen und internationalen Expertinnen und Experten zehn geeignete Persönlichkeiten und Teams. In einem zweistufigen Wettbewerb wurden diese von Pro Helvetia eingeladen, bei der Jury ein Konzept für die Ausstellung im Schweizer Pavillon einzureichen.
Die Jury
Die Fachjury bestand aus Ariane Widmer Pham (Stadtplanerin, Genf), Dagnija Smilga (Architektin, Zürich/Wien/Riga), John Palmesino (Architekt, London), Mariam Issoufou (Architektin, Niamey/New York/Zürich), João Ferreira Nunes (Landschaftsarchitekt, Mendrisio/Lissabon).
Die Ausstellung
Die 20. Internationale Architekturausstellung – La Biennale di Venezia findet vom 8. Mai bis 21. November 2027 statt.
Die Architekturbiennale Venedig findet alle zwei Jahre im Wechsel mit der Kunstbiennale statt. Die Schweiz beteiligt sich seit 1920 an der Kunstbiennale und seit 1991 an der Architekturbiennale. Sie unterhält einen nationalen Pavillon in den Giardini der Biennale. Seit 2012 ist Pro Helvetia für die Ausstellung in diesem Pavillon verantwortlich.
Der Schweizer Pavillon in Venedig wurde vom Schweizer Architekten Bruno Giacometti entworfen und 1951/52 erbaut.
Medienanfragen
Anja Grünenfelder
media@prohelvetia.ch
+41 44 267 76 28
Weitere Informationen über den Schweizer Pavillon an der Biennale von Venedig
